Video zeigt Flucht eines Soldaten aus Nordkorea

Die Vereinten Nationen haben Videoaufnahmen der spektakulären Flucht eines nordkoreanischen Soldaten aus Kim Jong-uns Regime veröffentlicht.
Es sind Szenen wie aus einem Actionfilm: Ein nordkoreanischer Soldat wollte raus aus dem abgeschotteten Land des Diktators Kim Jong-un und flüchtete zuerst mit einem Jeep, dann zu Fuß nach Südkorea.

Bei der Fahnenflucht am 13. Oktober wurde er von nordkoreanischen Soldaten mehrmals angeschossen. Das UNO-Kommando in Südkorea (UNC) hat ein siebenminütiges Video veröffentlicht, das die spektakuläre Flucht zeigt.

Angeschossen

Um 15.11 Uhr Ortszeit ist der Deserteur in einem Jeep zu sehen. Er fuhr zunächst mit moderater Geschwindigkeit, nahm dann aber mehr Tempo auf und blieb schließlich mit dem Wagen stecken.

Er setzte seine Flucht zu Fuß fort und wurde laut südkoreanischen Ärzten fünfmal von seinen ehemaligen Kameraden angeschossen. Am Ende des Videos sind südkoreanische Soldaten zu sehen, die sich langsam an den zusammen gebrochenen Deserteur herantasten und ihn in Sicherheit bringen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Abkommen verletzt

Die Überwachungsaufnahmen beweisen, dass die nordkoreanischen Soldaten in zwei Fällen das Waffenstillstandsabkommen von 1953 verletzt haben. Erstens schossen die Soldaten in Richtung Süden und zweitens übertrat ein Mann bei der Verfolgung die Demarkationslinie.

Die USA haben Nordkorea mittlerweile wieder auf die Terrorliste gesetzt. Derzeit befinden sich noch der Iran, der Sudan, Syrien und Kuba auf dieser "Schwarzen Liste". Das bedeutet eine Reihe von Sanktionen: Entwicklungshilfe, Rüstungsexporte und ausgewählte Finanz-Transaktionen sind eingeschränkt.



So geht es dem Soldaten jetzt

Nach zwei Operationen ist der Geflüchtete wieder bei Bewusstsein. Ärzte gehen davon aus, dass er überleben wird. Allerdings benötigt er weitere Behandlung, sagte sein Arzt Lee Guk-jong. Im Körper des Patienten wurden Parasiten gefunden, unter anderem bis zu 25 Zentimeter lange Würmer. Parasitenbefall soll aufgrund mangelhafter Hygiene in Nordkorea weit verbreitet sein.

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(lu)

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