13 Pkw ausgebrannt

Video zeigt – hier fackelt Pyro-Radler E-Autos ab

Die Polizei Niederösterreich sucht derzeit intensiv nach einem Radfahrer. Er soll gezielt E-Autos angezündet haben. Videos zeigen den Ablauf der Tat.

Robert Cajic
Video zeigt – hier fackelt Pyro-Radler E-Autos ab
Mehrere elektrische Pkws brannten auf einem Gelände komplett aus – ein Radler war vor dem Vollbrand mehrmals in der Nähe.
LPD NÖ/ DOKU-NÖ/Bayer J.

Alarmstufe 3, meterhohe Rauchwolken und 13 brennende Elektro-Autos: In der Nacht auf den 25. April hielt ein Flammen-Inferno auf einem Firmengelände den Ort Eibesbrunn (Bezirk Mistelbach) in Atem – "Heute" berichtete. Mehrere Pkws gerieten in Vollbrand, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ein Radler wurde mehrmals auf Kamerabildern in unmittelbarer Tatnähe aufgenommen. Vier Videos zeigen, wie der vermeintliche Pyro-Radfahrer vorging.

22.17 Uhr: Radler mit unbekanntem Objekt gesichtet

Es ist Mittwoch, der 24. April 2024, als ein Unbekannter mit einer Kapuzenjacke und Haube um 22.17 Uhr erstmals in Richtung des Firmenareals radelt. Auf dem Gepäckträger über dem Hinterrad hängt ein Gegenstand, der laut Ermittlern einem Kanister oder einer Tasche ähnelt. Seelenruhig und vermeintlich unauffällig fährt die Person durch die Gegend.

22.36 Uhr: Radfahrer verlässt Gelände

19 Minuten später, um 22.36 Uhr, erfasst eine Kamera denselben Radfahrer. In leichter Zick-Zack-Linie entfernt sich der Radler vom Firmengelände. Der taschenähnliche Gegenstand ist nicht dabei.

22.37 Uhr: Anders überlegt – Zweirad-Lenker kehrt um

Wenige Sekunden darauf, um exakt 22.37 Uhr, visiert der Unbekannte erneut das Areal voller E-Autos an. Wieder tritt der Radfahrer in Schlangenlinie in die Pedale, die Schlagzahl scheint der Unbekannte leicht erhöht zu haben.

23.53 Uhr: Radler verschwindet nach Vollbrand

Es vergehen genau 76 Minuten, bis Überwachungskameras den Radfahrer erneut vor die Linse bekommen. Um 23.53 Uhr düst der Radler mit erhöhter Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung der Ortschaft. Etwa sechs Minuten zuvor sollen die elektrischen Fahrzeuge bereits in Brand geraten sein, wie die Polizei Niederösterreich in einer Aussendung mitteilt.

0.04 Uhr: Feuerwehr alarmiert

Kurz nach Mitternacht, um 0.04 Uhr, wird der Vollbrand auf dem Firmengelände gemeldet. Als Reaktion auf den Notruf rufen die Einsatzkräfte die Alarmstufe Brand 3 aus, woraufhin fünf Feuerwehren unverzüglich zum Einsatzort eilen.

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    In den frühen Morgenstunden ereignete sich am Donnerstag ein schwerwiegender Brand in der Gewerbestraße von Eibesbrunn im Bezirk Mistelbach.
    In den frühen Morgenstunden ereignete sich am Donnerstag ein schwerwiegender Brand in der Gewerbestraße von Eibesbrunn im Bezirk Mistelbach.
    DOKU-NÖ/Bayer J.

    1.30 Uhr: Batterien von E-Autos explodieren

    Bei ihrer Ankunft bietet sich den Einsatzkräften ein ungewöhnliches Szenario: Mehrere Elektroautos stehen auf dem Firmengelände in Flammen, während einige Fahrzeuge verschont bleiben und andere in der Nähe erneut zu brennen begannen. Die Ausbreitung des Feuers gegen die Windrichtung deutet auf eine besondere Dynamik des Brandes hin.

    Weitere Einsatzfahrzeuge eilen zum Brandherd, denn gegen 1.30 Uhr stellen die brennenden Autos die Florianis vor eine weitere Probe. Der Grund: Die Batterien der ausgebrannten Fahrzeuge beginnen zu reagieren und lösen erneut Brände aus, was eine längere Löscharbeit erforderlich macht. Mehrere Rohre und insgesamt 15 Feuerwehrfahrzeuge sind notwendig, um das Inferno zu stoppen, der Schaden beläuft sich auf rund 460.000 Euro.

    Das Motiv hinter der Pyro-Tat ist bislang völlig unklar. Zum Vollbrand wird ermittelt, zeitgleich bittet das Landeskriminalamt Niederösterreich die Bevölkerung um zweckdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 059133-303333.

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    Auf den Punkt gebracht

    • In der Nacht auf den 25.April brach auf einem Firmengelände in Eibesbrunn ein Feuer aus, bei dem 13 Elektroautos in Flammen aufgingen
    • Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht intensiv nach einem Radfahrer, der auf Überwachungskameras in der Nähe des Tatorts zu sehen ist
    • Der Schaden beläuft sich auf rund 460.000 Euro, und das Motiv für die Tat ist bisher unklar
    • Die Bevölkerung wird gebeten, sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 059133-303333 zu melden
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