Bahnhof und Innenstadt

Videoüberwachung in Wr. Neustadt wird massiv ausgebaut

Die Videoüberwachung in Wr. Neustadt wird deutlich erweitert. Ein sechsstelliger Betrag wird dafür in die Hand genommen.
Niederösterreich Heute
06.05.2026, 14:18
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Die Videoüberwachung in Wiener Neustadt wird künftig deutlich erweitert. Nach entsprechender Genehmigung umfasst die Maßnahme neben der bereits seit 2006 bestehenden Überwachung in der Herrengasse nun auch angrenzende Bereiche der Innenstadt, den Hauptplatz sowie den Bereich vor dem Bahnhofseingang.

Bürgermeister Klaus Schneeberger (VP) sieht darin einen Meilenstein für die Sicherheit in Wiener Neustadt: "Ich bin sehr froh und dankbar, dass vom Innenministerium und vom Stadtpolizeikommando unsere Initiative zur Ausweitung der Videoüberwachung so schnell aufgegriffen und nun umgesetzt wird. Gemeinsam haben wir in der Innenstadt und am Bahnhof schon vieles für die Sicherheit der Bevölkerung getan. Mit dieser Maßnahme setzen wir einen weiteren ganz wichtigen Schritt, der sowohl die objektive Sicherheit, vor allem aber auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen wird."

Einsatzkonzept bestätigt Bedarf für Erweiterung

Grundlage für die Erweiterung bildet ein Einsatzkonzept des Stadtpolizeikommandos Wiener Neustadt, das gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Wiener Neustadt ausgearbeitet wurde. Die bisherige Anlage in der Herrengasse wird modernisiert und durch zusätzliche Kameras ergänzt, "um eine noch bessere Überwachung sicherheitsrelevanter Bereiche zu ermöglichen", heißt es in einer Aussendung.

Landespolizeidirektor Franz Popp, Bundesminister Gerhard Karner, Bürgermeister Klaus Schneeberger, Stadtpolizeikommandant Manfred Fries
LPD NÖ

Umsetzung in Abstimmung mit Stadt und Landespolizei

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Videoüberwachung seien verbessert worden. Die Umsetzung erfolgt in Abstimmung der Stadt mit der Landespolizeidirektion Niederösterreich.

"Viele Städte und Gemeinden haben den Wunsch geäußert, die Rahmenbedingungen für die Installation von Videoüberwachung zu erleichtern. Diesen Schritt haben wir als Innenministerium im vergangenen Jahr gesetzt", sagt Innenminister Gerhard Karner (VP). "Die Prüfung und Umsetzung soll und muss immer vor Ort entschieden werden – und nicht vom Schreibtisch in Wien aus. Denn die Gemeinden und die Sicherheitsbehörden vor Ort kennen die Situation vor Ort am besten". Dabei habe die Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung vor Ort stets oberste Priorität.

"Die Anschaffungskosten werden im niedrigen 6-stelligen Bereich liegen und zwischen der LPD NÖ und der Stadt Wiener Neustadt geteilt. Aktuell startet der Angebots- und Beschaffungsprozess. Die Umsetzung hängt von den Lieferzeiten der Kameras ab und kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht exakt definiert werden", heißt es weiter.

SPÖ will weiter Wachzimmer am Bahnhof

"Für mich ist das ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit, der einmal mehr zeigt, dass sich unser öffentlicher Druck und das Dranbleiben ausgezahlt haben. Unabhängig davon ist es unerlässlich, dass das Wachzimmer am Bahnhof zeitnah wieder eingerichtet wird. ÖVP-Innenminister Karner darf davor nicht länger die Augen verschließen." Das hält Wiener Neustadts Vizebürgermeister Rainer Spenger (SP) zur Ausweitung der polizeilichen Videoüberwachung in Wiener Neustadt fest.

Rainer Spenger (SP) fordert Wachzimmer beim Bahnhof
privat

Der Landtagsabgeordnete weiter: "Seit vielen Jahren verlange ich verstärke Maßnahmen, damit sich die Menschen in unserer Stadt wieder sicher fühlen können. Videoüberwachung im öffentlichen Raum zählt ebenso dazu wie die Aufstockung der Exekutive und eine nachhaltige Lösung am größten Bahnkontenpunkt Niederösterreichs. Der Hauptbahnhof ist und bleibt mit seinen 33.000 Pendlerinnen und Pendler, darunter viele Frauen und Schüler, ein Hotspot, wo es nur mit persönlicher Präsenz und intensiver Prävention gehen wird. Deshalb führt kein Weg daran vorbei, die von Karner-Amtsvorgänger Ernst Strasser geschlossene Polizeiinspektion wieder zu installieren. Dass sich der ressortzuständige Innenminister hier nachhaltig verweigert, versteht wirklich niemand mehr."

"Unsere Bürger haben ein Recht darauf"

"Unsere Bürger haben ein Recht darauf, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher in ihrer Stadt zu bewegen. Besonders der Bahnhofsbereich und die stark frequentierten Plätze in der Innenstadt standen immer wieder im Fokus sicherheitsrelevanter Debatten. Mit der nun beschlossenen Ausweitung setzen wir ein klares Zeichen: Wiener Neustadt hat keinen Platz für Rechtsbrecher und Kriminelle", begrüßt wiederum FPÖ Wr. Neustadt Sicherheitsstadtrat Kevin Pfann die Ausweitung der Videoüberwachung in Wr. Neustadt.

Kevin Pfann (FP): "Videoüberwachung am Bahnhof und Innenstadt ist Etappensieg für Sicherheit!"
FPÖ Niederösterreich

Die Kosten für die Anschaffung, die sich im niedrigen sechsstelligen Bereich bewegen, werden zwischen Stadt und Landespolizeidirektion NÖ geteilt. Für Pfann ist dies gut investiertes Geld: "Jeder Euro, den wir in die Sicherheitstechnik stecken, ist ein Euro in die Lebensqualität unserer Landsleute. Wir reagieren hier auf die realen Bedürfnisse der Wiener Neustädter. Das Ziel ist eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Vandalismus, Gewalt und Kriminalität."

Der Beschaffungsprozess für die neuen Systeme sei bereits angelaufen, nach der Lieferung arbeiten dann die Fachkräfte an der Installation. "Wir werden den eingeschlagenen Weg im Sinne einer sicheren Stadt konsequent weitergehen. Die Ausweitung der Videoüberwachung ist dabei ein wesentlicher Baustein", so Pfann abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.05.2026, 14:18
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