St. Peter an der Au

Brandserie in WC-Anlagen – die Polizei ermittelt

In St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) wurden binnen weniger Tage drei öffentliche WC-Anlagen angezündet. Der Schaden geht in die Tausende.
Victoria Carina  Frühwirth
06.05.2026, 06:30
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In St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) herrscht Ärger und Bestürzung. Innerhalb weniger Tage wurden gleich drei öffentliche WC-Anlagen zum Ziel von Vandalen. In allen Fällen wurde offenbar ein Papierhandtuchspender angezündet.

Zwei Feuer binnen weniger Tage

Die Serie begann kürzlich an einem Wochenende beim öffentlichen WC im Gebäude der Musikschule, gibt die Gemeinde bekannt. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung, die Wände verrußten und es entstand erheblicher Sachschaden. Erst am Montagmorgen wurde der Akt von Bauhofleiter Erwin Hochauer bemerkt, der die Anlage umgehend sperrte.

Doch dabei blieb es nicht. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schlug der Feuerteufel erneut zu – diesmal im Herren-WC bei der Aufbahrungshalle. Wieder brannte ein Handtuchspender, wieder entstand beträchtlicher Schaden. Nur durch Glück erlosch das Feuer von selbst.

Rauch bis zur Aufbahrungskapelle

Bereits in der darauffolgenden Nacht kam es zum nächsten Anschlag. Diesmal wurde das Damen-WC direkt daneben angezündet. Rauch und Ruß zogen sogar bis in die angrenzende Aufbahrungskapelle. Auch hier ging das Feuer von selbst aus, bevor noch Schlimmeres passieren konnte.

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Bürgermeister Johannes Heuras (VP) ist fassungslos: "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich in einem der Fälle das Feuer weiter ausgebreitet hätte." Bei der Musikschule hätte das ganze Gebäude betroffen sein können, die Aufbahrungshalle liegt zudem mitten im verbauten Gebiet.

Taten kosten mehrere Tausend Euro

Die Vorfälle wurden bei der Polizei angezeigt, die Ermittlungen laufen. Schmerzhaft: Allein der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Eine Spezialfirma muss nun die Reinigung und Sanierung der verrußten Räume übernehmen.

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Schon im Vorjahr war die WC-Anlage beim Friedhof von Vandalen angezündet und schwerbeschädigt worden. Die Gemeinde prüft jetzt schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Auch Kameras an besonders gefährdeten Zugängen stehen im Raum. "Das ist kein Kavaliersdelikt mehr. Der Schaden ist jedes Mal enorm und geht zulasten der Allgemeinheit. Wir prüfen jetzt auch die rechtlichen Möglichkeiten, Zugänge zu derartigen Hotspots mit Kameras zu überwachen", ärgert sich der Ortschef.

Wer etwas Verdächtiges gesehen hat oder Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei melden, bittet Heuras. Bis die Schäden behoben sind, bleiben die betroffenen WC-Anlagen jedenfalls gesperrt.

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