Klopapier, das in nassen Rollen auf dem klatschnassen Boden liegt, daneben ein zertrümmerter Papiertuchspender, der an dem WC lehnt: Nach Sachbeschädigungen bei öffentlichen Toiletten verschärft Neunkirchen jetzt die Kontrollen. Auch Videoüberwachung im Stadtpark ist geplant.
Am vergangenen Wochenende war es in der öffentlichen WC-Anlage des Stadtparks Neunkirchen zu Vandalismus gekommen: In meterlangen Schlangen wurde ein Haufen feuchtes Papier zum Händetrocknen im Waschbecken drapiert, am Boden lagen die Plastikreste des Handtuchspenders, daneben mit Wasser vollgesogene, volle Klopapierrollen. Von Tätern keine Spur.
Wegen dieses Vandalenakts fiel in der Stadtgemeinde Neunkirchen schnell eine Entscheidung: Rund um das öffentliche WC im Stadtpark sollen künftig deutlich öfter Polizeistreifen unterwegs sein. Die Stadtpolizei wird zudem zu unterschiedlichen Tageszeiten Kontrollen durchführen, um Vandalismus gar nicht erst aufkommen zu lassen, heißt es.
Beim Lokalaugenschein machte sich Bürgermeister Peter Teix (VP) selbst ein Bild von der Lage: "Wer öffentliches Eigentum beschädigt, greift nicht die Stadtverwaltung an, sondern die Allgemeinheit. Für solche Vandalen gilt in Neunkirchen: null Toleranz", betont er.
Zusätzlich plant die Stadt erstmals eine Videoüberwachung im Bereich des Stadtparks. Die Angebotseinholung dafür läuft bereits. Ziel ist es, Sachbeschädigungen schneller aufzuklären und Täter abzuschrecken. Schäden an den Anlagen sollen außerdem möglichst rasch repariert werden.
Auch beim öffentlichen WC im Rathaus werden zusätzliche Maßnahmen gegen Vandalismus umgesetzt. Weitere sicherheitsrelevante Schritte werden derzeit geprüft. Der aktuelle Vorfall wurde bereits angezeigt.