Der ideale Sport-BH stützt die Brust, ohne sie einzuengen. Die Stiftung Warentest hat zwölf Modelle getestet, die besonders starken Halt versprechen. Darunter Bras von Adidas, Brooks, Decathlon, Nike, Puma und Triumph.
Die meisten BHs haben es kaum geschafft, die Brust der Läuferinnen im Zaum zu halten, wie es im Bericht heißt. Nur zwei der zwölf geprüften Modelle minimierten die Schwingungen deutlich: die Modelle Brooks Juno und der Shock Absorber Ultimate Run Bra. "Die restlichen zehn Sport-BHs schwächeln, vor allem der günstigste unter ihnen, der von Bonprix", heißt es im Bericht.
Modelle mit "Ringerrücken" halten besser
Bei beiden Siegermodellen liefen die Träger auf dem Rücken zusammen, so dass diese nicht von der Schulter rutschen können. Die BHs von Adidas, Odlo, Triumph und Under Armour hatten variable Träger, die klassisch gerade oder gekreuzt getragen werden können. Nachteil der "Ringerrücken": Sie müssen meist über den Kopf an- und ausgezogen werden.
Die BHs testeten sechs Hobby-Sportlerinnen auf dem Laufband und einem Stop-and-go-Parcours. Die Tester analysierten mittels Videoaufzeichnungen und bewerteten Tragekomfort, Halt der Brust, Passform, Haltbarkeit und Verarbeitung.
Bewegt sich die Brust beim Sport zu stark, ist das unangenehm und führt zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Zudem könne das Brustgewebe leiden, heißt es weiter. Den richtigen BH zu finden, ist nicht ganz einfach, denn kein Körper gleicht dem anderen. Jede Brust, jeder Schulterbereich und jeder Rücken ist individuell.
So findet sich der passende Sport-BH:
– BHs verschiedener Anbieter anprobieren und sich im Laden beraten lassen.
– Die BH-Größee im Alltag ist nicht unbedingt identisch mit der Sport-Bra-Größee. Die Maße variieren zudem von Hersteller zu Hersteller.
– Der Stoff ist angenehm, atmungsaktiv und fest. Nähte sollen nicht einschneiden, Bügel nicht zwicken.
– Beim Anprobieren umschließt der Cup die Brust, schnürt nicht ein und verrutscht nicht.
– Vom Unterbrustband aus kommt der stärkste Stützeffekt, dennoch engt es nicht ein oder rutscht beim Bewegen hoch. Manchmal hilft ein "Hüpftest" in der Garderobe.
– Die Träger schneiden nicht ein. Gerade bei intensiven Sportarten machen Modelle mit breiten Trägern Sinn. Sie entlasten und verteilen das Gewicht besser auf die Schultern.
– Die BH-Garderobe immer mal wieder überprüfen. Nicht nur das eigene Körpergewicht verändert sich, auch die Größee der Brüste. (Red)