Bei einem Schiffsunglück im Süden der Philippinen sind nach Angaben der philippinischen Küstenwache mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.
Zudem dauere die Suche nach 24 Vermissten an, sagte ein Kommandeur der Küstenwache am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Die dreistöckige Fähre mit mehr als 350 Passagieren an Bord war demnach am frühen Montagmorgen gesunken. Die Ursachen des Unglücks waren zunächst unklar.
Einer Sprecherin der Rettungskräfte zufolge war die Fähre von Zamboanga auf der Insel Mindanao unterwegs zur Insel Jolo. Nach Angaben der Küstenwache meldete das Schiff vier Stunden nach seiner Abfahrt ein Notsignal. Auf einem vom Gouverneur der Provinz Basilan veröffentlichten Video waren Überlebende zu sehen, die barfuß waren und in Decken gehüllt wurden.
Für die Philippinen mit ihren mehr als 7.000 Inseln sind Schiffe eines der Hauptverkehrsmittel. Wegen mangelhafter Sicherheitsstandards und unzureichender Wartung gibt es häufig Unglücke auf See. Millionen Menschen nutzen die Boote, die häufig überladen sind. Die Küstenwache erklärte jedoch, dass die Fähre nicht überladen gewesen sei.
Immer wieder kommt es zu tödlichen Unglücken philippinischer Fähren. Im Jahr 2023 waren beim Brand einer Fähre, die ebenfalls Zamboanga mit der Insel Jolo verband, mehr als 30 Menschen getötet. Der bis heute schwerste Schiffsunfall der Geschichte in Friedenszeiten ereignete sich im Jahr 1987: Beim Zusammenstoß einer philippinischen Fähre mit einem Öltanker mehr als 4.300 Menschen getötet worden.