Nächtliches Sägen

Vier Möglichkeiten, wie Schnarchen dich töten kann

Von vielen nur als lästig empfinden, kann Schnarchen schlimme Folgen für die Gesundheit haben – etwa Schlaganfälle, Herzkrankheiten und Bluthochdruck.

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Vier Möglichkeiten, wie Schnarchen dich töten kann
Wenn wir schlafen, entspannen sich unsere Muskeln. Auch das Gewebe in Rachen und Mund erschlafft und kann dadurch seine Spannung verlieren. Die Luft beim Atmen macht laute Geräusche, wenn dann das Gewebe zu flattern oder zu vibrieren beginnt.
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Neben einem lauten Schnarcher zu schlafen, kann sehr anstrengend sein. Das einfache Schnarchen ist zwar für die Mitmenschen nervig, aber meist harmlos. Jedoch kann es eine Reihe von ernsthaften gesundheitlichen Problemen mit sich bringen, zum Beispiel, wenn es im Schlaf zu Atempausen kommt (Schlafapnoe). Das kann gefährlich sein. Dann ist das Schnarchen mehr als nur eine nervige Sache, sondern ein Problem. Es wird auch mit mehreren tödlichen Krankheiten wie Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht, wie Studien zeigen.

1. Erhöhtes Schlaganfall-Risiko

The Lancet Regional Health untersuchte die Daten von über 82.000 Erwachsenen in China. Durch die Analyse ihrer DNA fanden die Wissenschaftler heraus, ob sie genetisch gesehen zum Schnarchen neigen und wie dies mit der Anzahl der Schlaganfälle korreliert, die sie erlitten haben. Das Ergebnis: Schnarchen erhöht das Schlaganfallrisiko, das durch verstopfte und gerissene Blutgefäße verursacht wird. Im Laufe eines Jahrzehnts erlitten 19.623 Teilnehmer einen Schlaganfall, darunter 11.483 ischämische Schlaganfälle, die durch eine Blockade des Blutflusses zum Gehirn verursacht werden.

Darüber hinaus erlitten 5710 Teilnehmer einen hämorrhagischen Schlaganfall, der tragischerweise auftritt, wenn eine Arterie im Gehirn reißt und zu bluten beginnt. Bei Schnarchern war die Wahrscheinlichkeit, beide Varianten des Schlaganfalls zu erleiden, wesentlich höher. Dr. Yunqing Zhu von der Universität Peking sagte: "Schnarchen erwies sich durchweg als potenziell kausaler Faktor für das erhöhte Risiko eines Schlaganfalls, unabhängig vom Body-Mass-Index (BMI).

2. Risiko für Herzkrankheiten

Herzkrankheiten sind ein großes Problem für Schnarcher. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift "Sleep" veröffentlicht wurde, wurden 2320 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren über einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Die Wissenschaftler teilten die Teilnehmer in drei Gruppen ein: "Menschen, die nicht schnarchten, aber müde waren", "Schnarcher, die nicht müde waren" und "schläfrige Schnarcher". Ergebnis: Diejenigen, die schnarchen und sich tagsüber müde fühlten, wiesen ein um 46 Prozent höheres Risiko für Herzerkrankungen auf. 

3. Schläfer mit hohem Blutdruck schnarchen mehr

Die University of Medical Sciences im Iran überwachte das Schnarchen, die Atemstillstände und den Blutdruck von 181 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass Schnarcher mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit an Bluthochdruck leiden und ein hohes Risiko für Übergewicht haben. Professor Habibolah Khazaie erklärte: "Patienten mit Bluthochdruck hatten ein höheres Maß an Schnarchen und Atemstillstand sowie Anzeichen von Übergewicht. Schnarchen war das stärkste Anzeichen für Bluthochdruck".

4. Schnarcher haben höheres Typ-2-Diabetes-Risiko

Südkoreanische Wissenschaftler veröffentlichten im Diabetes & Metabolism Journal eine Studie, in der sie das Schnarchen von 3948 Erwachsenen untersuchten. Ihr Ziel war es, herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen Schnarchen und Typ-2-Diabetes gibt. Ihre Vorhersage erwies sich als richtig. Bei der Überwachung des Blutzuckerspiegels stellte sich heraus, dass die Teilnehmer mit dem schlimmsten Schnarchen eine um 84 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit hatten, an Prädiabetes zu erkranken, der vor Typ-2-Diabetes auftritt. Ihre Wahrscheinlichkeit war mehr als doppelt so hoch wie die von Nicht-Schnarchern.

red
Akt.
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