Vier von zehn Corona-Infizierten sind durchgeimpft

Rund vier von zehn Infizierten steckten sich trotz beider Impfungen mit dem Coronavirus an. 
Rund vier von zehn Infizierten steckten sich trotz beider Impfungen mit dem Coronavirus an. Bild: iStock (Symbol)
Besorgniserregende Zahlen nach dem Corona-Krisengipfel zur Wirkung der Impfung: Schon 40 Prozent der Infizierten sind eigentlich vollimmunisiert. 

Der Salzburger ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer sprach die schockierenden Zahlen am Rande der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel zwischen Oberösterreich, Salzburg und dem Gesundheitsministerium an. Speziell in den beiden Bundesländern verschärft sich die Lage zunehmend. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein beorderte Haslauer und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) darum zur Krisensitzung. 

Haslauer wies dort auf die aktuelle Herausforderung im Pandemie-Management hin. "Noch vor vierzehn Tagen hat es geheißen: maximal zehn Prozent Durchimpfung. Am Freitag letzte Woche in Wien haben uns die Spezialisten gesagt, nein es sind leider schon 40 Prozent, die vollimmunisiert sind", so Haslauer gegenüber Journalisten am Mittwochnachmittag. 

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Ein Ergebnis brachte das Gipfeltreffen jedoch nicht. Mückstein hat laut Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) regionale Lockdowns für Ungeimpfte in den beiden stark pandemiebetroffenen Ländern vorgeschlagen. Einigung darauf gab es keine. Die Gespräche werden fortgesetzt, teilte das Ministerium danach mit.

Landesfürsten sehen Lockdown kritisch

Es herrsche "Einigkeit, dass rasch, klar und entschlossen gehandelt werden muss", heißt es in der schriftlichen Mitteilung aus Mücksteins Büro. Es sei "ein offenes Gespräch" gewesen. Jetzt würden die Gespräche auf fachlicher Ebene und dann in einer weiteren Runde mit den Landeshauptleuten weitergeführt. Morgen, Donnerstag, soll mit Experten diskutiert werden, ob ein Vorziehen der Stufe 5 - also ein Lockdown für Ungeimpfte - in den beiden Bundesländern sinnvoll ist.

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Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sieht einen regionalen Lockdown kritisch. In seinem Bundesland stelle sich die Frage, ob die Entwicklung auf den Intensivstationen tatsächlich ein Vorziehen der Stufe 5 notwendig mache. Man habe "Gott sei Dank viele Intensivbetten", meinte der Landeshauptmann. Außerdem sei erst am Montag mit der 2G-Regel eine "sehr scharfe Maßnahme in Kraft" getreten. "Wir brauchen einen Überblick, was sie bringen", ob damit nicht die Situation in den Griff zu bekommen sei.

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