Horror in Süditalien

Streit um Lohn – vier Erntehelfer lebendig verbrannt

Zwei Männer sperrten fünf Landarbeiter in ein Auto, füllten es mit Benzin und zündeten es an. Vier der Opfer starben qualvoll.
Newsdesk Heute
03.06.2026, 22:52
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Bilder einer Überwachungskamera an einer Tankstelle in Süditalien zeigen das ganze Grauen: Zwei Männer pumpen Benzin ins Innere eines Minivans und setzen ihn in Brand. Von außen halten sie die Türen zu, während der Wagen heftig schwankt - die Insassen kämpfen vergeblich um ihr Leben.

Vier Männer aus Afghanistan und Pakistan starben qualvoll: Ismat, Fazal, Waseem und Safi. Alle arbeiteten als Erntehelfer auf Erdbeerfeldern in der Region nahe der Gemeinde Amendolara.

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Der brutale Vierfach-Mord ereignete sich am helllichten Tag, wie n-tv.de berichtet. Ein fünfter Mann, der 35-jährige Taj Alamyar aus Afghanistan, konnte durch ein zertrümmertes Heckfenster entkommen.

Überlebender berichtet von Drohungen

Mit schweren Brandwunden schildert Alamyar die Vorgeschichte: Die Arbeiter seien auf einem Matratzenlager untergebracht gewesen und hätten täglich ihren Lohn von 45 Euro gefordert - vergeblich. "Wir haben jeden Tag unsere Bezahlung verlangt. Aber sie haben immer eine Ausrede gefunden", so der Überlebende.

Am Morgen der Tat eskalierte der Streit. "Sie haben eine Pistole auf uns gerichtet: Mund halten oder ihr werdet umgebracht", berichtet Alamyar. Die mutmaßlichen Täter, zwei Männer aus Pakistan, sitzen nun in Untersuchungshaft.

Moderne Sklaverei im Schatten der Mafia

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die unmenschlichen Bedingungen für Erntearbeiter in Italiens Süden. Schätzungen zufolge arbeiten dort über 200.000 Menschen zu Stundenlöhnen von oft nur drei Euro. Die sogenannten Capos - Aufseher mit Verbindungen zur ’Ndrangheta - organisieren Anwerbung und Unterbringung.

Bestseller-Autor Roberto Saviano ("Gomorrha") macht auch die großen Einzelhandelsketten mitverantwortlich: "Die Marken, die wir alle kennen und zu Preisen kaufen, die es unmöglich machen, einen angemessenen Lohn zu bezahlen." Das Obst und Gemüse aus der Region landet oft auch in europäischen Supermärkten.

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