Mit gestohlenen Handys flog der mutmaßliche Dieb schließlich auf. Ein 31-Jähriger aus dem Bezirk Leoben (Steiermark) steht im Verdacht, seinen Arbeitgeber um Waren im Wert von mehr als 240.000 Euro erleichtert zu haben. Der Mann wurde festgenommen und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Ins Rollen kamen die Ermittlungen bereits im März. Damals zeigte ein Industrieunternehmen aus der Elektronikbranche den Diebstahl von sieben Firmenhandys bei der Polizei an.
Wenige Wochen später tauchte eines der Mobiltelefone in einem Handyshop in Kapfenberg auf. Verkauft hatte es eine 24-Jährige aus dem Bezirk Leoben.
Bei ihrer Einvernahme bestritt die Frau jedoch die Vorwürfe. Sie gab an, ihr Ausweis sei von einer anderen Person missbräuchlich verwendet worden.
Die weiteren Ermittlungen führten schließlich zu ihrem 31-jährigen Lebensgefährten. Der Mann war zum Tatzeitpunkt bei dem betroffenen Unternehmen beschäftigt und hatte im Zuge seiner Arbeit Zugriff auf Waren und Materialien – für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.
Laut Polizei soll der 31-Jährige nicht nur Mobiltelefone gestohlen haben. Er steht auch im Verdacht, Firmenlaptops sowie größere Mengen an Goldbestandteilen entwendet zu haben, die für einen Recyclingprozess bestimmt waren.
Der Gesamtschaden für das Unternehmen beläuft sich laut Ermittlern auf mehr als 240.000 Euro.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben nahmen Polizisten den 31-Jährigen fest. Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zeigte er sich laut Polizei teilweise geständig. Er befindet sich derzeit in der Justizanstalt Leoben in Untersuchungshaft.
Seine 24-jährige Freundin wird wegen des Verdachts der Hehlerei sowie einer möglichen Beitragstäterschaft auf freiem Fuß angezeigt.