Zwei junge Männer wollten schnelles Geld machen, hatten den Bogen dabei schnell überspannt. Einer der beiden arbeitet als Reinigungskraft am Hauptbahnhof in Wien. Am 26. Juni fand der 24-Jährige beim Putzen eine teure Geige in einem abgestellten Zug. Eine Musikerin (59) hatte das wertvolle Instrument in dem Waggon vergessen.
Doch statt die Violine im Fundbüro abzugeben, behielt der Serbe das Streichinstrument – und heckte einen Plan aus. Schon am nächsten Tag spazierte der 24-Jährige in das Geschäft eines Geigenbauers. Unter dem Vorwand für einen Angehörigen, eine Geige kaufen zu wollen, ließ er den Wert des Instruments schätzen – stolze 27.000 Euro ist das gute Stück wert.
Der Serbe holte einen Wiener (23) mit ins Boot, der ihm gegen Erlösbeteiligung bei dem Verkauf helfen sollte. Doch das Duo scheiterte an der schlechten Planung. Ausgerechnet dem Hersteller der sündhaft teuren Geige wollten die beiden das teure Instrument verkaufen. Doch dieser war von der 59-jährigen Besitzerin, genau wie die Polizei, schon längst über den Diebstahl informiert worden.
Der Deal ging nach hinten los: Als die beiden Burschen zu dem Verkaufstermin kamen, wartete dort schon die Polizei. Der Geigenbauer hatte die Beamten verständigt. Polizisten des Stadtpolizeikommandos Favoriten nahmen die beiden Männer noch beim Geschäft fest. Das Duo zeigte sich geständig. Die Verdächtigen wurden laut Polizei wegen des Verdachts des schweren Diebstahls sowie der versuchten Hehlerei angezeigt.