Coronavirus

Virologe: "FFP2-Masken sinnvoller als laufende Tests"

Das Projekt "Freitesten" ist gescheitert, der Lockdown dauert für alle nun eine Woche länger. Für Virologen ist das eine positive Nachricht.
Stefanie Riegler
04.01.2021, 12:54

Die Opposition hat sich geschlossen dagegen gestellt. Das "Freitesten" ab dem 18. Jänner wird es in Österreich nicht geben. Der Lockdown dauert nun für alle bis 24. Jänner. Auch Gastronomie, Handel, sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen bis dahin geschlossen bleiben.

Bereits mehrere Virologen und Experten hatten sich im Vorfeld dem Konzept gegenüber skeptisch gezeigt. Virologisch sei der Test nicht sinnvoll, um Ansteckungen in beispielsweise der Gastronomie zu verhindern, meinte etwa Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl in der "ZiB2".

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"Hätten es nicht geschafft, die Zahlen runter zu bringen"

Ein negatives Testergebnis bedeute nämlich lediglich, dass eine Person nur an dem Tag negativ ist, an dem der negative Befund auch gemacht wurde. "Am nächsten Tag kann das schon wieder ganz anders ausschauen", so die Medizinerin.

Virologe Norbert Nowotny
picturedesk.com/Franz Neumayr

Auch der Virologe Norbert Nowotny hält die Verlängerung des harten Lockdowns für vernünftig. "Vom Virologischen her bin ich nicht böse, denn wahrscheinlich hätten wir es in den zwei Wochen nicht geschafft, die Zahlen soweit runter zu bringen um auf eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 zu kommen", betonte er im "Cafe-Puls-Interview" am Montag.

Testen für bestimmte Berufsgruppen sinnvoll

Laut seinen Ansichten ist regelmäßiges Testen vor allem für bestimmte Berufsgruppen sinnvoll. Er nannte jene, die besonders viel Kontakt zu Menschen haben, also Gesundheitsberufe, sowie Lehrpersonal oder Polizisten.

"Es macht keinen Sinn, alle zwei Tage zu testen"

Auch der Massentest im Dezember hat eine Wirkung gezeigt, denn schließlich wurden 4.000 Menschen aus der Infektionskette geholt. Nowotny betonte aber erneut, dass der Test nur eine Momentaufnahme ist. "Es macht keinen Sinn, alle zwei Tage zu testen. Ich bin eher dafür eine FFP2-Maske zu tragen. Diese filtert 95 Prozent der Viren aus der Luft heraus und ist viel kostengünstiger als laufende Tests."

Zudem rief der Virologe dazu auf, sich impfen zu lassen: "Es wurden bereits mehrere Millionen Menschen in Europa mit diesem Imfpfstoff geimpft. Es gibt kaum Nebenwirkungen, das alleine ist ein Zeichen dafür, dass die Impfung sicher ist."

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