Die großen Träume von Virtual Reality sind vorerst geplatzt. Sowohl Apple als auch Meta haben ihre ambitionierten VR-Pläne deutlich zurückgefahren. Was das für die Zukunft der Vision Pro bedeutet, ist noch unklar – doch der Trend geht eindeutig in eine andere Richtung.
Meta hat in den vergangenen zehn Jahren über 100 Milliarden Dollar in die Entwicklung von VR- und AR-Technologien investiert. Die Einnahmen lagen dagegen nur bei etwa zehn Milliarden - viel zu wenig, um die enormen Kosten zu decken.
Wie "macwelt.de" berichtet, muss nun gespart werden. Die zuständige Abteilung Reality Labs entlässt zehn Prozent ihrer knapp 15.000 Mitarbeiter. Das eingesparte Geld soll stattdessen in Künstliche Intelligenz fließen.
Auch Apple kämpft mit seiner Vision Pro. Die VR-Brille ist technisch zwar eine Meisterleistung, doch mit einem Preis von 3.699 Euro für die M5-Version schlicht zu teuer für den Massenmarkt. Die Verkaufszahlen dürften bei etwa 600.000 Stück liegen – für Apple ein enttäuschendes Ergebnis.
Viele Nutzer klagen zudem über das hohe Gewicht, das eine längere Nutzung unangenehm macht. Auch ist es vielen Menschen zu peinlich, die klobige Brille etwa im Flugzeug zu tragen.
Die Zukunft gehört offenbar den sogenannten Smart Glasses - also schlanken Brillen mit KI-Funktionen statt schwerem VR-Headset. Meta hat mit seinen Ray-Ban-Brillen bereits großen Erfolg: Bis zu sieben Millionen Stück sollen 2025 verkauft worden sein.
Diese Brillen sind deutlich günstiger und bieten praktische Features wie Live-Übersetzungen sowie Foto- und Videoaufnahmen. Für die meisten Nutzer reicht das völlig aus – zusätzlich haben sie ja noch ihr Smartphone dabei.
Auch Apple plant laut Insidern, solche Smart Glasses ins Angebot zu nehmen. Bereits 2027 könnten sie auf den Markt kommen. Das wäre eine deutliche Kurskorrektur nach den milliardenschweren Investitionen in die Vision Pro.