Wird er deutscher Teamchef?

"Völliges No-Go" – Kritik an "Red-Bull-Coach" Klopp

Jürgen Klopp steht als deutscher Bundestrainer bereit. Doch es gibt kritische Stimmen. Im Fokus dabei: Seine Vergangenheit im Red-Bull-Kosmos.
Sport Heute
10.07.2026, 17:11
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Auch der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger sieht die Nähe des Wunsch-Bundestrainers Jürgen Klopp zu Red Bull kritisch. Er könne sich einen Bundestrainer mit Kappe des Energydrink-Imperiums auf der Bank "keinesfalls vorstellen", sagte der 81-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ergänzte: "Sollte sich dies bewahrheiten, ich kann das noch nicht glauben, wäre es ein völliges No-Go."

Warum? "Stellen Sie sich das doch mal eine Minute vor, dann stellt Red Bull demnächst die deutsche Nationalmannschaft auf", sagte Zwanziger und warnte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Werben um Klopp davor, zu viel Einfluss des Dosen-Imperiums zuzulassen. "Red Bull will Macht gewinnen in den Sport hinein", sagte er, ergänzte: "Durch eine Person mit der neben dem Präsidenten wichtigsten Funktion im deutschen Fußball, vielleicht sogar die allerwichtigste."

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Klopp hätte für den kolportierten Fall, dass er als Bundestrainer RB-Werbebotschafter bleiben würde, "zwei Loyalitäten: Einerseits will Red Bull mit ihm Geld verdienen, andererseits soll er als Bundestrainer die möglichst optimale Leistung für den deutschen Fußball erbringen." Ein Ding der Unmöglichkeit. Am Freitag sickerte durch, dass Klopp, aktuell noch als Head of Global Soccer an Red Bull gebunden, den Konzern ablösefrei verlassen dürfe, um deutscher Teamchef zu werden, wenn er weiterhin Werbebotschafter des Unternehmens bleibe.

"Dann muss er alles sein lassen"

Die Lösung liegt für Zwanziger auf der Hand: "Wenn es ihm so wichtig ist, Bundestrainer zu werden, dann muss er alles andere sein lassen. Deutscher Nationaltrainer ist ein Riesenamt in dieser Gesellschaft, immer noch und trotz der Dinge, die in den letzten Jahren nicht so gut gelaufen sind. Der Bundestrainer kann nicht zwei Hüte tragen."

Die DFB-Spitze mit Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke ist auf dem Weg nach New York, um mit Klopp über dessen mögliches Engagement beim Verband zu verhandeln. Ein Vertrag bis 2030 steht im Raum.

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