Fast im Minutentakt mussten die Rettungsdienste am Dienstag ausrücken. Der Grund: Extremes Glatteis. Es gab zahlreiche Opfer. In Wien rutschte ein 27-Jähriger auf einem schlecht gestreuten Gehsteig aus, mit schmerzhaften Folgen. Der Mann musste mit Verletzungen im Gesicht ins Krankenhaus. "Es ist wirklich gefährlich, wenn bei solchem Wetter nicht gestreut wird", sagte der Angestellte. "Ich hoffe, dass ich keine gröberen Verletzungen habe."
In Graz gab es ein ähnliches Bild. Die Notaufnahme an der Grazer Uniklinik ging vor Patienten über, das UKH Graz musste laut "Krone" wegen des enormen Andrangs sogar kurzfristig gesperrt werden. "Wir registrierten bereits in den frühen Morgenstunden ein deutliches Plus bei den Aufnahmen. Bei den Kindern sind es vor allem Verletzungen an den oberen Extremitäten, die behandelt werden müssen", sagte Simone Pfandl-Pichler, Sprecherin der Uniklinik.
In Puchenau bei Linz wollte eine 64-jährige Pensionistin gegen 8.45 Uhr zu ihrem Auto gehen. Laut Polizei "aufgrund extremer Straßenglätte (Eisregen)" stürzte sie am Gehweg. Laut Notarzt zog sie sich dabei vermutlich einen Oberschenkelhalsbruch im rechten Bein zu. Die Frau wurde von den Rettungskräften in den MedCampus III nach Linz gebracht.
Eine Sprecherin des Kepler Klinikums sagte am Dienstag: "Am Vormittag kam ein Rettungswagen nach dem anderen zum Spital. Die meisten Patienten hatten Verletzungen am Kopf oder am Handgelenk". Nachsatz: "Wir sind voll ausgelastet".
In Oberösterreich dürfte das Wetter am Abend noch turbulent werden. Es werden starke Böen von bis zu 100 km/h erwartet.