Fast ein Monat lang lag der Buckelwal "Timmy" gestrandet vor der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern). Am Dienstag konnte das Tier nach langem Kampf endlich befreit und abtransportiert werden.
In einer Barge, die von einem Schlepper gezogen wird, steuert der Meeressäuger nun auf seine Freiheit zu. Am Mittwoch war die "Robin Hood", die "Timmy" aus der Bucht brachte, bereits südöstlich der Insel Fehmarn unterwegs.
Inzwischen hat es auch einen Schlepperwechsel gegeben, wie die "Bild" berichtet. Demnach habe das Forschungsschiff "Fortuna B" den Transport übernommen. Der Grund: Das Schiff ist hochseetauglich, die "Robin Hood" hingegen nicht. Nun steuert das Tier auf Dänemark zu.
Laut Felix Bohnsack, technischer Leiter der Wal-Initiative, ist nach rund drei Tagen ein Stopp für einen Gesundheitscheck in Skagen vorgesehen. Danach soll "Timmy" weiter zu einer Buckelwal-Herde gebracht werden. Laut Wasserschutzpolizei bewegt sich der Transport mit "sehr langsamer Geschwindigkeit".
Ganz in Sicherheit ist der Buckelwal jedoch noch nicht. Geplant ist nämlich eine mehrtägige Reise um die Nordspitze Dänemarks durch das Skagerrak in die Nordsee, wo "Timmy" schließlich freigelassen werden soll.
Ob das Tier diese Reise schlussendlich überleben wird, steht in den Sternen. Wie die "Krone" unter Berufung auf Experten berichtet, ist unklar, ob es das Tier wieder ins offene Meer schafft. Der Wal könnte nämlich aufgrund seines geschwächten Zustandes ertrinken. "Timmys" Route lässt sich auch über VesselFinder verfolgen.