Ristorante "Cocore"

Vom Bauernhof in Italien auf den Teller in der City

In der Bräunerstraße 4-6 eröffnet "Cocore" seinen zweiten Standort – mit Zutaten vom eigenen Hof in Bacoli und viel neapolitanischem Herz.
Wien Heute
26.02.2026, 07:15
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Vom Bauernhof am Meer direkt in die Wiener Innenstadt: "Cocore" macht genau das möglich. Giuliana Migliaccio und Emiliano Esposito bringen mit ihrem zweiten Standort in der Bräunerstraße 4-6 ein Stück Bacoli nach Wien – und zwar ohne Umwege.

Viel Handarbeit und eigene Zucht

Hier wird Italien nicht inszeniert, hier wird es gelebt. Was am hauseigenen Bauernhof in Kampanien wächst, landet in Wien auf dem Teller. Die Nudeln werden von Hand gezogen, das Olivenöl selbst gepresst, der Büffelmozzarella kommt aus der eigenen Käserei. Sogar die Salami vom schwarzen Schwein stammt aus eigener Zucht.

"Cocore ist ein neapolitanisches Wort und bedeutet 'mit Herz' – und genauso kochen wir. Was wir auf unserem Hof ernten, pressen, pflegen oder herstellen, verwandeln wir hier im "Cocore" zu Pizza, Pasta, Pesce und Dolce, wie wir sie selbst lieben", so Giuliana Migliaccio und Emiliano Esposito.

Emiliano lernte beim Padre

Herzstück ist das hauseigene Pizza LAB. Emiliano hat sein Handwerk schon als Jugendlicher im Strandrestaurant seines Vaters in Monte di Procida gelernt. Heute gilt er als absoluter Pizza-Profi - und experimentiert auch in Wien mit Farben und Aromen. Da kommt schon einmal eine leuchtend gelbe Pizza gialla in crosta mit Kurkuma-Teig aus dem Ofen. Oder die Pizza pinna gialla mit Gelbflossen-Thunfisch. Wer es luxuriös mag, greift zur Tartuffiamoci mit Steinpilzcreme und weißen Trüffeln. Jede Pizza ist ein kleines Experiment - handwerklich präzise und geschmacklich überraschend.

Handgemachte Pasta, kurze Wege

Auch die Pasta-Karte kann sich sehen lassen: von Spaghetti aglio, olio e peperoncino über Gnocci alla Sorrentina bis zu Tortelli al Tartufo mit Trüffelfüllung oder Ravioli mit Steinpilzen in Vier-Käse-Creme. Spaghetti allo Scarpariello mit Tomaten und zwei Käsesorten runden das Angebot ab. Jede Pasta wird frisch gezogen, viele Zutaten stammen direkt vom Hof in Bacoli.

Bei Carne und Pesce bleibt man der Philosophie der kurzen Wege treu. Schweine und Rinder werden selbst gezüchtet und verarbeitet, zusätzlich arbeitet "Cocore" mit regionalen Partnern wie der Metzgerei Gissinger zusammen. Auf der Karte stehen etwa gegrillter Oktopusarm auf Kartoffelcreme oder eine üppige Brace di Mare mit Garnelen und Calamari.

Tomaten in allen Farben

Tomate ist hier nicht gleich Tomate. San-Marzano bildet die Basis für Margherita Cocore, Marinara oder Capricciosa. Die Corbarino-Tomate kommt auf La Corbara oder Nero di Corbara, die rote Cannellino flegreo wächst direkt in der Heimat der Familie und landet auf der Pizza La Cannellina. Gelbe Tomaten sorgen für farbliche Akzente. Und wer ganz ohne Tomatensauce will, bestellt eine weiße Pizza wie die Carciofina mit Artischockencreme, Mozzarella und Parmaschinken.

Wiens süßester Italiener?

Auch bei den Dolci wird geklotzt. Cannoli Siciliani, Sfogliatelle, Delizia al Limone, glutenfreie Torta Caprese, Pastiera Napoletana oder Ciocotorta - täglich frisch gebacken. Sogar eine vegane Himbeer-Crostata steht auf der Karte.

Dazu gibt es italienische Weine vom Roero Arneis bis zum Brunello di Montalcino, Budweiser vom Fass und biozertifiziertes Ottakringer Bio-Zwickl. Ganz im Sinne der Philosophie "People, Planet, Pizza".

Trotz aller Erfolge bleiben die Betreiber bescheiden: "Wir sind einfache Neapolitaner und sprechen leider kein Deutsch, aber wir glauben an das, was wir servieren, denn Authentizität ist für uns am wichtigsten", so die Familie.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.02.2026, 10:43, 26.02.2026, 07:15
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