Kritik an Kostenexplosion

Von 9 auf fast 60 Millionen – Stadion sorgt für Wirbel

Ein Rechnungshof-Bericht sorgt für Wirbel um das Linzer Donauparkstadion. Ein Politiker erhebt nun schwere Vorwürfe zur Kostenexplosion.
Oberösterreich Heute
21.04.2026, 10:51
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Schon lange gab es Kritik, jetzt sorgt ein Bericht des Rechnungshofes für neue Diskussionen rund um das Donauparkstadion in Linz. Wie die Partei LinzPlus betont, seien nicht nur die Projektkosten massiv gestiegen, sondern auch Mängel bei Rechnungsprüfung, Projektsteuerung und Transparenz sichtbar geworden.

Kosten explodiert

Laut der Partei habe sich das Stadion von ursprünglich angekündigten neun Millionen Euro auf zuletzt 59,9 Millionen Euro verteuert: "Die Kostenexplosion des Donauparkstadions ist eine Versiebenfachung des ursprünglich angekündigten Preises", sagt Lorenz Potocnik. Er habe diese Entwicklung von Anfang an kritisiert.

Wie Potocnik weiter ausführt, sei bereits früh absehbar gewesen, dass ein Stadion in dieser Größenordnung deutlich teurer werde: "Auf mein Pochen, dass dies unmöglich sei, ein Stadion in dieser Größenordnung weit über 30 Millionen kosten würde, der Club kein Geld hätte und es Klarheit bedürfe, wurde ich systematisch als 'faktenbefreit' und 'unseriös' abgestempelt", so der Politiker.

Besonders kritisch sieht Linz Plus nach eigenen Angaben den Umgang mit Anfragen zu den Gesamtkosten. Potocnik verweist dabei auf eine Anfrage an die damalige interimistische Bürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) im September 2024, die laut seiner Darstellung mit Ausreden und Verweisen auf fehlende Zuständigkeiten abgetan worden sei.

Forderung nach Konsequenzen

Auch rund um offene Rechnungen und eine endgültige Abrechnung des Projekts ortet LinzPlus weiter Klärungsbedarf. Bereits im Juni 2023 habe Potocnik in insgesamt 14 Fragen Details zu Baukosten, Preissteigerungen und Vertragskonstruktionen eingefordert. Eine finale Endsumme für das Projekt stehe aus Sicht der Partei weiterhin aus.

Zusätzlich bringt die Partei mögliche Zusammenhänge zwischen Kostenüberschreitungen und Sponsoring ins Spiel. Potocnik fordert politische und personelle Konsequenzen. Mit Blick auf die Kritik des Rechnungshofes erklärt er: "Der Rechnungshof bemängelt ,Basics' der Rechnungsprüfung und Projektsteuerung, die hier nicht eingehalten wurden. Auch der Gemeinderat wurde bewusst nicht informiert."

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.04.2026, 10:51
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