Lindsey Vonn vermisst den Schnee. Die erfolgreichste Ski-Rennfahrerin der Geschichte trat im Februar 2019 vom aktiven Sport zurück. Sie tat das unter Tränen und nicht freiwillig. Ihr Körper spielte nicht mehr mit.
Nach 82 Weltcupsiegen, einem Olympiasieg und zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften plagen die US-Amerikanerin Schmerzen. Das verrät sie im Interview mit dem "Blick". Erst kürzlich sei sie zwei Mal am Knie operiert worden. Damit nicht genug: "Ich muss wohl in den nächsten Jahren künstliche Knieprothesen machen lassen. Ich sehe im Moment nicht, dass es ohne sie besser werden könnte. Ich bekam auch schon viele Spritzen, habe versucht, gar nicht zu trainieren. Aber ich habe immer Schmerzen. Es ist, wie es ist. Ich zahle nun den Preis für meinen Erfolg im Skisport."
Ihre Karriere bereut sie dennoch nicht. "Ja, ich würde es wieder so machen. Auch wenn die Schmerzen im Alter wohl stetig zunehmen werden – Operationen hin oder her." So kann sie auch im Ruhestand das tägliche Schuften im Kraftraum nicht lassen. Warum? "Es hilft mir, positiv zu bleiben. Und meine Knie schmerzen noch mehr als sonst, wenn ich kein Training mache. Ich muss also immer topfit sein. Wenn ich den Tag mit einem Training beginne, bin ich glücklicher. Ich werde nie aufhören, ins Fitness zu gehen – das ist sicher."
Ski-Fans, die Vonn vermissen, können sie in ihrer neuen Rolle auf "Amazon Prime" sehen. Erst vergangene Woche reiste sie für Dreharbeiten ihrer Serie "The Pack" nach Wien, postete auf Instagram Bilder aus der österreichischen Hauptstadt. Um was es in der Serie geht? "Es ist eine weltweite Abenteuer-Show mit Wettbewerben. Diese sind nicht entscheidend, es geht mehr um die Beziehung der Menschen zu ihren Hunden. Jeder hat eine unglaubliche Geschichte, eine enge Bindung. Es gibt so viele Reality-Shows, die sehr kompetitiv sind. Und auch negativ. Diese Show ist sehr positiv. Wer Hunde liebt, wird die Folgen lieben. Aber auch die anderen Familien. Wer Hunde nicht mag, wird Hunde danach mögen."