In den vergangenen Tagen erhielten Tausende Eltern Mails von den Schulen ihrer Kinder. Darin wurde ihnen mitgeteilt, dass diese nicht vor Ort getestet werden, sondern am ersten Schultag einen gültigen PCR-Test mitbringen müssen. Das sorgt bei zahlreichen Teststationen am Sonntag für einen überdurchschnittlichen Andrang, wie auch ein "Heute"-Lokalaugenschein beim Austria Center bestätigt.
Seit 1. September setzt man in Wien auf strengere Vorsichtsmaßnahmen gegen das Corona-Virus. PCR-(Gurgel)-Tests sind ab sofort nur mehr 48 Stunden statt bisher 72 Stunden gültig. Antigen-Tests, die von befugten Einrichtungen wie Apotheken durchgeführt werden, gelten gar nur mehr 24 Stunden.
Um für den Schulstart bestens gerüstet zu sein, wählen daher viele Eltern für sich und ihren Nachwuchs die Möglichkeit eines PCR-Tests. Doch dieser Testvorgang wird in vielen Familien zum Rechenspiel. Denn es kann bis zu 48 Stunden dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Heißt: Wer Sonntagnachmittag "gurgelt", weiß am Montag um 8 Uhr morgens vielleicht immer noch nicht, ob er positiv oder negativ auf das Coronavirus getestet wurde.
Besser: Seit Kurzem ist es möglich, einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test gleichzeitig (!) zu machen. Zuvor waren nur die Kosten für einen Test pro Tag gedeckt, seit September ist diese Regelung gefallen. Doppelt getestet geht man nun auch gleich doppelt auf Nummer sicher, denn man hat sowohl ein sofortiges Ergebnis, als auch langfristig - für 48 Stunden - Sicherheit.
Doch auch für den Fall der Fälle ist vorgesorgt: Für ungetestete Schüler bzw. jene, die noch kein Ergebnis erhalten haben, werde sich "eine Lösung finden lassen", heißt es aus dem Ministerium. Welche, entscheide die Schule. Denkbar sei eine FFP2-Maskenpflicht für Ungetestete. Heimgeschickt soll aber keiner werden.