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Giftspinnen-Warnung für Wanderer auf Almen

Aufgrund des Klimawandels wandert die giftige Dornfinger-Ammenspinnen immer weiter Richtung Almen. Wanderer sollten daher besonders vorsichtig sein.
André Wilding
21.08.2020, 12:14

"Heuer sind die Dornfingerspinnen in einigen Regionen Österreichs - insbesondere in der Oststeiermark und im Südburgenland - deutlich häufiger als sonst", erklärt Ökologe und Naturschutzbund-Vizepräsident Johannes Gepp. Laut dem Naturschutzbund tauchen dabei vor allem in der zweiten August-Hälfte vermehrt Meldungen von schmerzhaften Bissen der auffällig gelbrot gefärbter Spinnen auf.

"In dieser Zeit bewachen die Dornfinger-Ammenspinnen ihre Gelege und sind daher auch angriffslustig. Deshalb kommt es gerade jetzt immer wieder zu Bissen", heißt es auf der Seite des Naturschutzbundes. Die Dornfingerspinnen sind die einzige für Menschen relevanten Giftspinnen Mitteleuropas.

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Biss gilt als schmerzhaft

Die Bisswahrscheinlichkeit ist zwar eher gering, dennoch ist mit den Tieren nicht zu spaßen. Ihr Biss gilt als schmerzhaft, entspricht dem eines Wespenstichs und die Symptome vergehen normalerweise nach einer Stunde bis drei Tagen.

Die Dornfingerspinne wandert in Richtung Alm
Naturschutzbund

Fieber, Erbrechen, Schwindel und Kreislaufversagen

Die Anzeichen bei einem Biss der Dornfingerspinne sind ganz unterschiedlich. Neben heftig, brennenden Schmerzen sind auch Schwellungen möglich, die sich ausbreiten können. Bei einem Biss in den Finger treten Schmerzen und Druckempfindlichkeit in den Lymphknoten der Achselhöhlen auf.

Allerdings kann ein solcher Biss auch starke Reaktionen auslösen. Hautverfärbungen, Schwindel, Erbrechen, Fieber und Kreislaufversagen sind zwar selten, sollten aber unbedingt mit einem Arzt besprochen werden.

Die Gift-Spinne ist besonders an grasreichen Heckenrändern, auf Ruderalflächen und in Straßengräben anzutreffen. Wegen des Klimawandels zieht es die Achtbeiner nun auch immer weiter in Richtung Alm. Wanderer sind daher besonders zur Vorsicht aufgerufen - vor allem dann, wenn sie sich etwa ins Gras setzen.

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