Bleifüßen geht es jetzt an den Kragen: Immer mehr Gemeinden verwenden im Kampf gegen Temposünder mobile Radargeräte, die total unauffällig in unscheinbar wirkenden Pkw versteckt sind. Das bedeutet für Raser: Sie werden geblitzt, ohne es zu merken.
Im hinteren Bereich sind Blitzer eingebaut, die durch die Scheibe fotografieren. Eingesetzt werden die Wägen vor allem in Wohngebieten, wo sie quasi unscheinbar zwischen anderen Fahrzeugen parken. "Heute" hat berichtet.
In Ried im Innkreis gibt es mehrere Radar-Autos. Im Gegensatz zu Traun (Bez. Linz-Land) gibt die Bezirkshauptstadt den Ort der eingesetzten Geräte monatlich im Internet bekannt.
"Die Standorte der mobilen Messeinheiten sind ab 27. Juni 2024 Friedrich-Thurner-Straße und Weberzeile", hat die 12.500-Einwohner-Stadt jetzt auf ihrer Website geschrieben.
Kürzlich führten Polizeibeamte Geschwindigkeitsmessungen auf der Packer Straße Höhe Enzelsdorf (Bez. Völkermarkt/Kärnten) durch. Sie staunten nicht schlecht, als ein Pkw in der dortigen 70 km/h Beschränkung mit 192 km/h an ihnen vorbeiraste. Der Lenker fuhr mit 122 km/h zu schnell.
Radargeräte sorgen regelmäßig für Aufregung bei vielen Autofahrern. Die einen finden es gut, dass die Geschwindigkeit genau überprüft wird, andere sehen darin eine Abzocke. Fakt ist: Die Geräte werden immer besser und genauer, es passieren immer weniger Fehler bei der Aufnahme.
Der 19-jährige Lenker wurde kurz darauf an seiner Wohnadresse angetroffen. Ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.