Die niedliche Bezeichnung täuscht: Smishing - eine Kombination aus SMS und Phishing - ist eine gefährliche Angriffsform krimineller Hacker. Sie wollen dich mit irreführenden Textnachrichten dazu verleiten, sensible Daten preiszugeben, Schadsoftware zu installieren oder Geld zu überweisen.
Warum fallen so viele darauf herein? Eine Studie zeigt: 98 Prozent aller SMS werden gelesen, 45 Prozent sogar beantwortet. Viele Menschen agieren am Smartphone deutlich sorgloser als am PC.
Wie computerwoche.de berichtet, lassen sich Smishing-Angriffe in drei Kategorien einteilen: Erstens versuchen Betrüger, Zugangsdaten für Online-Banking abzugreifen. Dabei geben sie sich als Bank aus und warnen vor angeblich verdächtigen Kontobewegungen - sogenanntes Bank-Smishing.
Zweitens verbreiten Kriminelle Schadsoftware. In Tschechien etwa versuchten Betrüger, Opfer zur Installation einer gefälschten Post-App zu bewegen - dahinter steckte ein Trojaner.
Die dritte Variante zielt direkt auf dein Geld: Betrüger geben sich als Bekannte aus und stellen dir einen angeblichen Geldsegen in Aussicht. Davor musst du allerdings eine Gebühr bezahlen - das Geld ist dann weg.
Echte Banknachrichten enthalten meist bekannte Infos wie die letzten vier Ziffern deiner Kontonummer. Vage Verweise auf "dein Konto" und direkte Links sollten dich misstrauisch machen.
Bei Zweifeln: Logge dich niemals über einen Link in der SMS ein. Öffne stattdessen die offizielle App oder Website deiner Bank direkt. Laut aktuellem Proofpoint-Report waren 2023 bereits 75 Prozent aller Unternehmen von SMS-Phishing betroffen.