Vetternwirtschaft

Hat ein "Geschmäckle" – Vorwürfe gegen AfD-Chrupalla

Vorwürfe gegen AfD-Chef Chrupalla: Beschäftigung der Ehefrau eines Parteikollegen sorgt für neue Diskussionen um Arbeitsverhältnisse.
Newsdesk Heute
12.02.2026, 22:00
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In der Diskussion rund um die gegenseitige Beschäftigung von Familienangehörigen oder engen Verwandten in den Büros verschiedener AfD-Abgeordneter gibt es jetzt auch Vorwürfe gegen den Bundesparteichef Tino Chrupalla.

Wie der MDR am Donnerstag unter Berufung auf eigene Nachforschungen berichtet, beschäftigt Chrupalla in seinen Bürgerbüros die Ehefrau vom sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Roberto Kuhnert. Schon seit Tagen sorgt vor allem in Sachsen-Anhalt die Frage für Aufregung, ob Abgeordnete der AfD einander über Kreuz Verwandte anstellen.

Chrupalla selbst weist die Vorwürfe gegen ihn zurück. Auf dem Online-Dienst X erklärt er, die Frau von Kuhnert koordiniere in seinem Wahlkreis "seit 2017 Bürgeranfragen und Besucherfahrten in den Deutschen Bundestag" und ergänzt: "Ihr Ehemann wurde erst 2019 in ein Landtagsmandat gewählt." Er selbst sei mit seiner Mitarbeiterin weder verwandt, noch gebe es eine Überkreuzbeschäftigung im Büro von Kuhnert.

Der MDR merkt in seinem Bericht allerdings an, dass Chrupalla und Kuhnert auch schon vor dessen Einzug in den Landtag eng zusammengearbeitet haben. Kuhnert war laut MDR mindestens seit 2016 Sprecher vom AfD-Kreisverband Görlitz, also von Chrupalla, und hat sich auch 2017 im Wahlkampf-Team zur Bundestagswahl engagiert.

Außerdem teilen sich Chrupalla und Kuhnert die Bürgerbüros in Weißwasser und Niesky – genau dort, wo Kuhnerts Frau von Chrupalla angestellt ist.

Der Sender erinnert auch daran, dass Chrupalla erst am Sonntag in der ARD-Sendung "Caren Miosga" Jobs für Angehörige von anderen AfD-Mitgliedern kritisiert und von einem "Geschmäckle" gesprochen hat.

Dabei ging es um mehrere Fälle von Überkreuzanstellungen, vor allem durch AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt, bei denen gegenseitig Familienmitglieder anderer Abgeordneter angestellt worden sind.

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