Alexander Zverev hat nach seinem Triumph bei den French Open ein Interview mit der französischen Sportzeitung "L’Equipe" abgebrochen. Auslöser war eine Frage zu früheren Vorwürfen gegen den deutschen Tennis-Star.
Der 29-Jährige war am Montag gemeinsam mit seinem Manager Sergey Bubka junior auf dem Weg zu einem Fototermin am Eiffelturm. Dort ließ sich Zverev ganz in Weiß mit der Siegertrophäe von Roland Garros ablichten. Das Gespräch mit der "L’Equipe" fand laut Zeitung im Auto statt zunächst in entspannter Atmosphäre.
Dann wurde Zverev auf die Vorfälle bei den Australian Open 2025 angesprochen. Damals hatte eine Frau während seiner Dankesrede nach der Finalniederlage gegen Jannik Sinner einen Zwischenruf zu früheren Gewaltvorwürfen gemacht. Zverev wies die Vorwürfe stets zurück, bewiesen wurde nichts. Ein Verfahren in Deutschland wurde eingestellt, der Tennis-Star gilt als unschuldig.
Nach der Frage soll die Stimmung laut "L’Equipe" schlagartig gekippt sein. Zverev erklärte, der Fall sei abgeschlossen und betonte: "Meine Unschuld wurde bewiesen." Danach schaltete sich offenbar sein Manager ein.
Als der Journalist das Thema wechseln wollte, hatte Zverev genug. "Wir beenden das jetzt lieber", soll der Deutsche gesagt haben. Schon nach seinem historischen French-Open-Sieg hatte die "L’Equipe" einen kritischen Kommentar veröffentlicht, in dem die früheren Vorwürfe erneut thematisiert wurden. Für Zverev endete das Interview deshalb früher als geplant.