Buhrufe für Donald Trump, Heimpleite für New York: An einem enttäuschenden Abend haben die Knicks beim Besuch des US-Präsidenten im dritten NBA-Finale die erste Niederlage gegen die San Antonio Spurs kassiert und einen schweren Rückschlag im Kampf um ihren dritten Titel erlitten. Nach dem 111:115 im Madison Square Garden steht es in der Best-of-seven-Serie 2:1, am Mittwoch (Ortszeit) folgt Spiel vier, das erneut in der Ostküsten-Metropole stattfinden wird.
Victor Wembanyama, der in den ersten beiden Duellen mehr als unglücklich agiert hatte, trug die Spurs mit 32 Punkten, Jalen Brunson kam für die Knicks auf die gleiche Ausbeute. Der deutsche Center Ariel Hukporti kam wie in den ersten beiden Partien nicht für New York zum Einsatz, das seit 1973 auf den Gewinn der Larry O'Brien Trophy wartet.
"Wir haben getan, was wir tun mussten, aber die Arbeit ist noch lange nicht erledigt", sagte der 22-jährige Franzose Wembanyama nach dem enorm wichtigen Sieg für das junge Team. Das Erfolgsgeheimnis sei einfach gewesen. "Weniger Fehler, mehr Kontrolle", so Wembanyama: "Es sind die Kleinigkeiten. Wir sind konzentrierter aufgetreten."
Vor dem ersten Final-Heimspiel der Knicks seit 27 Jahren hatte Trump für Aufregung gesorgt, da er eine Einladung von Knicks-Besitzer James Dolan in die Arena annahm. Die Folge waren verschärfte Maßnahmen, so wurde ein weitreichender Sicherheitsbereich über mehrere Häuserblocks eingerichtet, den Fans ohne Eintrittskarte nicht betreten durften. Die traditionelle Watchparty vor dem MSG wurde am Sonntag abgesagt.
Als Trump, der das Spiel aus einer Loge verfolgte, während der Nationalhymne auf den Videoleinwänden in der Arena zu sehen war, hagelte es Buhrufe. Als die Autokolonne mit dem Präsidenten zum Madison Square Garden gefahren war, hatten einige Demonstranten am Straßenrand Schilder mit der Aufschrift "Trump muss weg" hochgehalten.