Volkswagen muss weiter schrumpfen. 2019 hatte der Konzern noch Kapazitäten für zwölf Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Nach der Corona-Krise erholte sich der Absatz jedoch nicht mehr, und seither werden nur noch rund neun Millionen Autos jährlich gebaut.
Vor allem in China wurden bereits massive Überkapazitäten abgebaut. Doch das reicht offenbar nicht aus.
Wie Chip.de unter Berufung auf das Manager-Magazin berichtet, kündigte VW-Chef Oliver Blume nun weitere Einschnitte an: "Aktuell beschäftigen wir uns mit bis zu einer weiteren Million an Kapazität, um die globale Marktsituation abzubilden."
Zu den Problemen des Konzerns zählen US-Zölle, der harte Wettbewerb mit chinesischen Herstellern, ein geschrumpfter europäischer Markt und der Nahost-Konflikt. Die weltweite Modellpalette von rund 150 Fahrzeugen soll auf unter 100 reduziert werden.
Im Werk Osnabrück wird die Produktion nächstes Jahr eingestellt. VW führt Gespräche mit Rüstungsunternehmen über eine mögliche Ansiedlung. "Es gibt intelligentere Methoden, als gleich ein Werk zu schließen", so Blume.