Eine außergewöhnliche Wetterprognose sorgt derzeit für Diskussionen. Während Spanien unter einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad leidet, zeigt eine Langfrist-Prognose für Wien Anfang August Werte von bis zu 43 Grad an. ORF-Meteorologe Marcus Wadsak stellt jedoch klar, dass solche Vorhersagen mit großer Vorsicht zu genießen sind.
Nach den aktuellen Berechnungen eines Wetterportals könnte sich der sogenannte "Heat Dome", der derzeit Spanien fest im Griff hat, Anfang August bis nach Mitteleuropa ausbreiten. Für Dienstag, den 4. August, werden für Wien zeitweise bis zu 43 Grad prognostiziert. Die gefühlte Temperatur könnte sogar auf 49 Grad steigen.
Sollte dieses Szenario tatsächlich eintreffen, würde der bisherige österreichische Hitzerekord von 40,5 Grad deutlich übertroffen werden. Meteorologen weisen allerdings darauf hin, dass Prognosen über einen Zeitraum von mehr als einer Woche mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
Auch ORF-Wetterexperte Marcus Wadsak rechnet zwar mit einer neuen Hitzewelle, hält die extremen Temperaturangaben aber für unrealistisch.
"Es wird heiß, die nächste Hitzewelle rollt an und zwar Mitte nächster Woche geht's los, habe ich gestern angekündigt, Temperaturen um 35 Grad, das heißt Spitzen von 37, 38 Grad durchaus möglich. Es wird eine längere heiße Wetterphase", erklärt der Meteorologe auf Facebook.
Anschließend findet er deutliche Worte zu den kursierenden Prognosen: "Mir haben viele von euch irgendeinen Screenshot von einer Wetter-App geschickt, wo es raufgeht auf 42, 43, 45, 47 Grad. Liebe Leute! Das ist Quatsch. Und wenn deine Wetter-App das anzeigt, ich distanziere mich davon. Ich bin nicht verantwortlich für eure Wetter-Apps."
Marcus Wadsak verweist stattdessen auf die Wetterprognosen des ORF. Dort würden die Vorhersagen von ausgebildeten Meteorologen erstellt.
"Dort gibt's seriöse Informationen. Weit über 40 Grad werden auch diesmal nicht dabei sein", stellt er klar. Zum Abschluss hat der Wetterexperte noch einen Rat für alle, die sich von extremen Wetter-Apps verunsichern lassen: "Also wenn ihr so eine Wetter-App habt, mein Tipp, einfach löschen, umsteigen auf wetter.orf.at oder Wetterprognosen auf allen Kanälen des ORF. Dort kriegt ihr seriöse Informationen zur kommenden Hitzewelle. In diesem Sinne genießen wir jetzt noch die erfrischende Sommerphase."
In einem neuen Video, das der Wetter-Experte am Freitag auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte, präsentiert Wadsak einen schnellen "Wochenende-Wetter-Quicky" – und in diesem geht der Meteorologe noch einmal auf die bevorstehende Hitze-Welle ein.
"Bevor es nächste Woche, etwa ab Mittwoch, mit der großen Hitze-Welle, mit der extremen Hitze-Welle, losgeht, gibt es immer noch viel Wetter, das vor uns liegt. Natürlich auch jetzt am Wochenende und da gibt es denn Schnelldurchlauf für die Prognose", erklärt Wadsak in seinem Video.
Am Freitag feiere die Sonne ihr Comeback. "Vorarlberg, Tirol, Kärnten super-sonnig. In Kärnten geht es sogar rauf auf bis 28 Grad. Der Rest hat noch Wind und Wolken, aber kaum noch Regen, der Abend überall trocken", so der Wetter-Experte.
Der Samstag ist dann ein Badetag! "Sonnenschein in ganz Österreich, Temperaturen um 30 Grad, es wird spürbar wärmer sein, als heute. Es wird wirklich ziemlich cool, für alle die es gern sonnig und sommerlich warm haben", sagt Wadsak auf Facebook.
Am Ende der Woche, Sonntag, steht dann ein Wetter-Umschwung bevor. "Von Westen Regenschauer, Gewitter, Abkühlung! Das wird dann genau die heutigen Regionen Vorarlberg, Tirol, Salzburg besonders treffen. Dann wird es wirklich spürbar frischer. Lange sonnig und noch einmal heiß wird es im Osten. 31, 32 Grad sind am Sonntag da noch möglich", stellt der Meteorologe klar.
Das sei es auch schon mit der Prognose für das Wochenende gewesen: "Ab geht's für die Hitze-Welle – die kommen dann, wenn es Zeit ist", beendet Wadsak sein Video und wünscht noch allen ein "schönes Wochenende".