Während die meisten Österreicher schon einen Hysterie-Anfall bekommen, wenn sich eine Wespe oder Spinne ins Auto schummelt, so kostet dies die australische Bevölkerung maximal ein müdes Lächeln. Die sehen sich nämlich täglich mit ganz anderen Viecherln konfrontiert und können hier von richtigen Horror-Szenarien berichten.
Alleine die Vorstellung ist gruselig und gefährlich genug: Während einer entspannten, aber doch flotten Fahrt auf der Autobahn mit 80 Kilometern pro Stunde, spürte eine Australierin an ihrem Bein plötzlich etwas kitzeln. Ob man in so einer Situation überhaupt wissen möchte, was sich da am Fuß empor hantelt? Die Frau offenbar schon, denn sie erkannte recht schnell, dass es sich um eine – in Australien? - giftige Schlange handeln wird.
Die Tigerotter gehört zur Familie der Giftnattern. Da sie oft in Kontakt mit den Menschen in Australien kommen, sind sie sehr häufig für tödliche Bissunfälle verantwortlich.
Wir vermuten, unsereins wäre nicht ganz so ruhig geblieben, denn die Australierin schaffte es doch tatsächlich, das Tempo langsam zu drosseln, auf den Pannenstreifen zu fahren und das Tier vorsichtig abzuschütteln, bevor sie geschwind aus dem Auto ausstieg, um ganz tief durchzuatmen. Erst als das Adrenalin aufhörte zu wirken und die Frau realisierte, in welcher Todesgefahr sie schwebte, machte sich der Schock bemerkbar – denn sie wurde von der Polizei ohne Schuhe und ziemlich lethargisch aufgesammelt.
Nach einer gründlichen Untersuchung der Sanitäter, konnte die Schlange auch vom wohl wichtigsten Berufsstand in Australien, den "Snake Catchern" eingefangen und wieder in die Wildnis gebracht werden. Da loben wir uns doch den Steinmarder, oder?