Dramatische Szenen in Spanien: Gleich mehrere schwere Waldbrände haben in den vergangenen Tagen riesige Flächen zerstört. Ein Feuer, das am Donnerstag in einem bergigen Waldgebiet der Provinz Guadalajara ausbrach, hat bereits mehr als 13.000 Hektar verwüstet.
Mehr als 700 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden der Region Kastilien-La Mancha am Sonntag mitteilten. Mehrere hundert Feuerwehrleute sind vor Ort im Einsatz. Todesopfer wurden bisher nicht gemeldet.
Das Feuer wütet auch im Nationalpark Sierra Norte, in dem gefährdete Adler, Wölfe und Schmetterlingsarten beheimatet sind.
Bereits am Mittwoch war nahe Saragossa im Nordosten des Landes ein weiteres Feuer ausgebrochen. Fast 16.000 Hektar wurden dabei zerstört. Nach Angaben der Regionalregierung von Aragonien vom Samstagabend war die Lage "noch lange nicht unter Kontrolle".
Erst kürzlich war die andalusische Provinz Almería von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. 13 Menschen starben, 7.000 Hektar Land brannten nieder.
Spanien ist stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen. Wissenschaftlern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel die Länge, Intensität und Häufigkeit extremer Hitze - das schafft günstige Bedingungen für Waldbrände und erschwert die Löscharbeiten.