Der 29-jährige Steirer fand im französischen Schneefall die Ideallinie, ließ auf dem rund gesetzten Kurs den Ski kompromisslos laufen, jubelte über den dritten Platz hinter Mauro Caviezel und Adrian Smiseth Sejersted.
Im Ziel erklärte der Sensations-Dritte, wie es zur Stockerl-Fahrt kam. "Ich wollte heute einfach Gas geben, ich war so richtig zornig auf mich", erklärte der 29-Jährige.
Zornig? Walder hatte im letzten Abfahrtstraining am Freitag die ÖSV-interne Qualifikation bestreiten müssen, mit Rang 47 das Ticket für Sonntag klar verpasst. "Ich bin in der Quali so einen Scheiß gefahren", schüttelte Walder den Kopf. Die Wut legte der Steirer in seinen Super-G-Auftritt. Und trumpfte gleich auf.
"Ich war auf mich angefressen, habe mir heute gesagt: ,Zeig einfach, was du drauf hast.´", so Walder weiter. "Die Startnummer acht war natürlich perfekt. Als ich im Ziel war und den ,Dreier´ aufleuchten gesehen habe, habe ich gedacht, dass es eine Top-Ten-Platzierung wird. Rang drei ist natürlich ein Wahnsinn", strahlte der 29-Jährige.