Wallner erteilt Schul-Forderung vor Gipfel klare Absage

Vorarlberg: Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)
Vorarlberg: Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)picturedesk.com/Georges Schneider
Vor dem Treffen mit der Bundesregierung sprach sich Markus Wallner, Landeshauptmann von Vorarlberg, für unterschiedliche regionale Maßnahmen aus. 

Seit wenigen Minuten bespricht sich die Bundesregierung mit den neun Landeshauptleuten über das weitere Vorgehen in Österreich. Schon im Vorfeld war klar, dass sich die Landesvertreter massiv gegen einen generellen Lockdown wehren werden. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) nannte ein solches Szenario "katastrophal". Auch Vorarlbergs Primus Markus Wallner (ÖVP) kann sich ein generelles Herunterfahren nicht vorstellen.

In einem Statement, das er vor dem Treffen abgab, betonte er die regionalen Unterschiede im Land. Aktuell stünde man im Westen was die Inzidenzen betrifft etwas besser da als im Osten. Dieser Umstand müsse auch bei den Maßnahmen berücksichtigt werden. 

Günstige Werte in Vorarlberg

Zu den Öffnungen in Vorarlberg, die vor einer Woche ermöglicht wurden, sagt der Landeschef, dass diese "sehr verantwortungsvoll" und "mit strengen Regeln" über die Bühne gegangen seien. Dass die Öffnungsschritte funktionieren würden, zeige sich auch mit einem Blick auf die 7-Tage-Inzidenz, die in Vorarlberg sogar leicht rückläufig sei. 

Von den im Vorfeld breit diskutierten Schulschließungen will Wallner, zumindest für "sein" Bundesland nichts wissen. Schließungen im Ländle "kommen nicht infrage". Auch auf "Heute"-Nachfrage stellte Wallner klar, dass es eine Verlängerung der Osterferien in Vorarlberg nicht geben wird. Das sei nur denkbar, wenn es nun schlagartig "in die komplett andere Richtung" gehe. 

Mögliche Zutrittstests im Handel

Wallner strich vor dem Treffen mit der Bundesregierung hervor, wie stark sich das Testgeschehen in Vorarlberg entwickelt habe. Rund 145.000 Tests wurden in der vergangenen Woche durchgeführt, "jeder dritte Vorarlberger ist Teil des Testgeschehens", erkennt Wallner eine erfreuliche Entwicklung. Das ist das, was er den übrigen Landeshauptleuten mit auf den Weg geben werde. Die Zutrittstests müssten leicht ermöglicht werden, etwa durch den Ausbau der Teststraßen. 

Nachdenken will der Politiker auch über Zutrittstests im Handel. Diese seien rechtlich momentan zwar noch nicht möglich, dennoch appellierte er an die Parteien, über eine solche Maßnahme nachzudenken. Für Wallner wären solche Zutrittstests eine sinnvolle Maßnahme. 

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