Als Helga Papouschek in einem historischen Cabriolet am 27. Juli vor dem Marchfelderhof vorfuhr, war klar: Das wird kein gewöhnlicher Abend. Begleitet von den Klängen des Radetzkymarschs wurde die Schauspielerin und Soubrette der Wiener Volksoper bereits vor dem Eingang mit Applaus empfangen.
Und so ging es weiter – der Abend gehörte ganz der Schauspielerin. Unter Standing Ovations nahm Papouschek den Goldenen Johann Strauss entgegen – jener begehrter Ehrenpreis, der in Kulturkreisen längst als der "Walzer-Oscar" gilt und Persönlichkeiten ehrt, die das musikalische Erbe des Walzerkönigs lebendig halten.
Auch zahlreiche prominente Gäste schauten für diesen besonderen Anlass im Marchfelderhof vorbei. Unter anderem feierten Kammersänger Heinz Zednik, Dompfarrer Toni Faber, Kammerschauspielerin Marianne Nentwich, Ex-Olympiasiegerin Trixi Schuba, Martina und Werner Fasslabend, oder Regisseur und Intendant Marcus Strahl mit der Preisträgerin.
Doch als der offizielle Teil längst vorbei schien, wartete noch eine Überraschung. Plötzlich wurde eine riesige Schoko-Nougat-Krokant-Torte in den Festsaal gerollt. "Mir wurde zugeflüstert, dass Helga Papouschek heute ihren – man glaubt es kaum – 85. Geburtstag feiert. So einen Anlass kann man unmöglich unbemerkt verstreichen lassen", schmunzelte Marchfelderhof-Hausherr Peter Großmann.
Da hielt es auch Schauspielkollege Gerhard Ernst nicht mehr auf seinem Platz. Er trat spontan auf die Bühne und schenkte der Jubilarin ein musikalisches Geburtstagsständchen. Während der Saal mitsummte und applaudierte, wurde aus der feierlichen Preisverleihung ein ganz persönlicher Geburtstagsabend.