Nach einer Nacht im Schiestlhaus auf 2.156 Meter Höhe starteten ein 28-jähriger Mann und eine 27-jährige Frau am Sonntag in der Früh ihre Wanderung. Ihr Plan war, laut Polizei, über das Hochplateau der Aflenzer Staritzen und den Gamssteig weiterzugehen. Obwohl bereits eine Unwetterwarnung herausgegeben war und sich das Wetter klar verschlechtern sollte, machten sie sich erst um 10 Uhr auf den Weg. Wie orf.at berichtet, war das Wetter zu diesem Zeitpunkt bereits alles andere als ideal.
Ab 14.30 Uhr zog dann die angekündigte Unwetterfront auf. Starker Regen, heftiger Wind und dichter Nebel machten es den beiden unmöglich, weiterzugehen. Immer wieder warfen Windböen die Wanderer zu Boden, bis sie schließlich die Orientierung verloren. In dieser schwierigen Situation setzten sie einen Notruf ab, doch wegen der Wetterlage brach die Verbindung kurz darauf ab.
Ein Hubschrauber konnte bei diesen Bedingungen nicht starten. Deshalb machten sich die Bergrettung Turnau und die Alpinpolizei zu Fuß von der Graualm aus auf den Weg. Gegen 16.30 Uhr fanden die Einsatzkräfte das Paar im alpinen Gelände. Beide wurden sicher ins Tal gebracht, hatten aber eine leichte Unterkühlung. Nur einer der beiden war richtig gegen den Regen angezogen. Eine ärztliche Behandlung lehnten sie ab.