Über zwei Jahrzehnte lang war Stefan Mross das Gesicht von "Immer wieder sonntags". Live, ungeschönt und manchmal auch gnadenlos ehrlich. Genau das liebt der Moderator an der ARD-Show. "Es ist echt, es ist authentisch", sagt er im Interview mit der SZ. Doch diese Echtheit hatte auch ihre Schattenseiten.
Denn 2014 wurde aus einer harmlosen Wette plötzlich bitterer Ernst: Schlagerkollege Marc Pircher forderte Mross zur schärfsten Currywurst heraus. Ein Biss – und der Moderator ging wenig später hinter der Bühne zu Boden.
Kollaps, Krankenhaus, Sendung vorbei. "Das war schon ein Ding, wo ich gesagt habe: Puh, das möchte ich jetzt nicht mehr erleben", erinnert sich Mross heute. Er wirft aber auch nach: "War ich aber auch selber schuld, muss ich ehrlich sagen."
Trotz solcher Ausrutscher bleibt er ein Fan von echtem Live-TV – ganz im Gegensatz zur glattgebügelten Fernsehwelt. Gemeinsam mit Andrea Kiewel und ihrem "ZDF-Fernsehgarten" gehört er zu den letzten, die noch Woche für Woche live senden. Für Mross ist genau das der Reiz: keine zweite Chance, keine Schnitte, dafür echte Emotionen.
Umso härter trifft ihn das bevorstehende Aus von "Immer wieder sonntags" im Jahr 2026. Doch statt Trübsal zu blasen, gibt sich der Schlager-Star kämpferisch: "Wir werden eine saugeile Staffel hinlegen wie jedes Jahr." Ein bisschen klingt das wie ein letzter großer Hit vor dem Finale.
Und auch privat geht es bei Mross plötzlich ans Eingemachte: Bei einer Reise nach Rom traf er mit Partnerin Eva Luginger sogar den Papst auf dem Petersplatz. Ein Moment, der alles verändern könnte. Tränen, Gänsehaut – und plötzlich steht sogar eine kirchliche Hochzeit im Raum.
Vom Currywurst-Kollaps bis zur möglichen Traumhochzeit: Mross liefert weiter Stoff, wie ihn nicht mal der beste Schlagertext schreiben könnte.