War Waltz' "Fidelio"-Bühnenbild abgekupfert?

Oscar-Preisträger Christoph Waltz inszenierte seine "Fidelio"-Oper mit einem beeindruckenden Bühnenbild, gegen das jetzt Plagiatsvorwürfe erhoben werden.

Bei der Beethoven-Oper "Fidelio", die Christoph Waltz (63) im März am Theater an der Wien inszenierte , soll das Bühnenbild abgekupfert worden sein. Die gigantische Treppe soll dabei einer Studie des US-Architekten Khoa Vu aus dem Jahr 2013 gleichen. Kulturjournalist Axel Brüggemanns hatte auf seinem "Crescendo"-Blog schwere Plagiatsvorwürfe gegen das "Fidelio"-Team erhoben. Nach "Falstaff" 2017 und Verdis "Rosenkavalier" 2013 übernahm Hollywood-Schauspieler Waltz zum dritten Mal eine Opern-Regie, die aufgrund der Coronakrise ihre Premiere in einer TV-Übertragung feiern musste. 

Verantwortliche weisen Vorwürfe zurück

"Ich war schockiert, als ich die Bilder gesehen habe", wird Khoa Vu auf dem Blog zitiert. "Man muss ernsthaft davon ausgehen, dass Barkow meine Idee kopiert hat." Das Architekturbüro Barkow Leibinger, das das Bühnenbild für die "Fidelio"-Oper in Wien lieferte, weist diese Vorwürfe streng zurück.

Zwar wolle man nicht abstreiten, dass das originale Treppenbild "im Rahmen der Recherche" bekannt war, soll aber im weiteren "Entstehungsprozess des Bühnenentwurfs" keine weitere Rolle gespielt haben. Um die Sache zu klären, sei man inzwischen mit dem Architekten Khoa Vu in Verbindung getreten, heißt es in einer Stellungnahme der Bühnenbildner. 

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