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Warnung an alle Bürger – "Telefon sofort auflegen"

Tausende Österreicher erhalten dieser Tage Anrufe, angeblich von der Polizei. Die Meldestelle für Rufnummernmissbrauch warnt akut vor der neuen Falle.

Rene Findenig
Betrugsanrufe vom "Austrian Police Department" schlagen derzeit hohe Wellen.
Betrugsanrufe vom "Austrian Police Department" schlagen derzeit hohe Wellen.
Unsplash

Bis zu 150 Beschwerden pro Tag, mehr als 500 am jüngsten Wochenende: Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch geht derzeit vor Beschwerdeanrufen über sogenannte "Robocalls" über. "Bei diesen Robocalls meldet sich anfangs eine Tonbandstimme mit der Aufforderung, eine bestimmte Taste zu drücken. Leistet man hier Folge, wird man zu den Betrügern weiterverbunden", erklärt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post.

Diese Betrüger "geben sich als Polizist:innen aus und teilen den Angerufenen mit, dass verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit ihren Bankkonten identifiziert wurden. Während des Telefonats fällt auch oft der Ausdruck 'identity card'. In weiterer Folge versuchen die Kriminellen an persönliche Daten, wie Adressen oder Bankverbindungen, heranzukommen oder warten sogar mit gefälschten Haftbefehlen auf", so der Experte. Ziel des Anrufs sei, an Geld zu kommen.

"Mit normalen österreichischen Telefonnummern"

"Uns wurde auch gemeldet, dass die Täter:innen ihre Opfer oftmals auffordern, Geld auf ein bestimmtes Bankkonto einzuzahlen bzw. Online-Gutscheine zu kaufen oder Schadsoftware zu installieren. Besonders fies: Die Betrüger:innen täuschen vor, mit normalen österreichischen Telefonnummern anzurufen. So sind die Anrufe vorab kaum als Betrugs-Anruf erkennbar", so Steinmaurer. Weil die Betrüger aber meist im Ausland sitzen, könne nicht viel unternommen werden.

"Sollten Sie bei Betrugs-Anrufen abheben, beenden Sie sofort die Verbindung. Selbst wenn Sie sich auf ein Gespräch einlassen, wovon wir aber dringend abraten, kann nichts passieren. Es entstehen dadurch keine Kosten über die Telefonrechnung. Geben Sie aber keinesfalls persönliche Daten bekannt und lassen Sie sich auch nicht zu irgendwelchen Zahlungen überreden", so der Experte. Nummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet.

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