Bei insgesamt 22 Flächen vor Schulen und Kindergärten besteht der Verdacht auf Asbest. 19 der gemeldeten Standorte liegen im Burgenland, zwei in der Steiermark und einer in Niederösterreich.
Laut Greenpeace könnte das Material unter anderem in Schotter, Straßenbanketten, Begrenzungs- und Dekosteinen, Asphaltoberflächen sowie Steinmauern vorkommen. Die Umweltschutzorganisation fordert, das möglicherweise belastete Material zu entfernen und die betroffenen Flächen zu sanieren. Besonders brisant: An zwei Standorten haben Anrainerinnen und Anrainer selbst Proben genommen. Diese wurden laut Greenpeace positiv auf Asbest getestet.
Das Land Burgenland und die Bildungsdirektion nehmen die Meldungen laut eigenen Angaben sehr ernst. Die Sicherheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen habe höchste Priorität.
Doch ein Asbest-Nachweis bedeutet nicht automatisch, dass eine Gesundheitsgefahr besteht. Entscheidend sei laut Taskforce-Leiter und Umweltmediziner Hans-Peter Hutter, ob Fasern aus dem Material freigesetzt werden und eingeatmet werden können.
„Es geht ausschließlich um die Frage, ob vom Asbestmaterial einzelne, winzige Fasern freigesetzt werden, sodass diese auch eingeatmet werden und in tiefe Lungenabschnitte gelangen können." Die Taskforce steht den Schulerhaltern für fachliche Auskünfte zur Verfügung.