Wohnen

Warum Airbnb-User jetzt Unterkünfte in Ukraine buchen 

Mit den Buchungen über das Online-Portal soll das Geld direkt an betroffene Ukrainer  gehen. 1,9 Millionen Dollar kamen so bisher zusammen.

Sabine Primes
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Airbnb wurde im Jahr 2007 gegründet. Seitdem ist die Community auf vier Millionen Gastgeber angewachsen.
Airbnb wurde im Jahr 2007 gegründet. Seitdem ist die Community auf vier Millionen Gastgeber angewachsen.
Getty Images

Nach dem Einmarsch der Russen in der Ukraine schlägt die Solidaritätswelle hoch. Viele Organisationen haben Transporte und Spendenkonten eingerichtet, um den Kriegsopfern schnell und unbürokratisch helfen zu können. Eine andere Art der Geldspende verfolgen Airbnb-User. Um sicher zu gehen, dass das Geld wirklich jene erreicht, die es benötigen, buchen sie deshalb auf Airbnb Unterkünfte in ukrainischen Städten wie Kiew und Cherson, ohne die Absicht, diese tatsächlich zu besuchen, sondern um ukrainischen Gastgebern direkt Geld zu schicken.

Allein binnen der letzten 48 Stunden seien mehr als 61.400 Nächte in der Ukraine via Airbnb gebucht worden, verkündet Airbnb-CEO und Mitgründer Brian Chesky via Twitter. 1,9 Millionen Dollar gingen dadurch an Gastgeber in Not. "Coole Idee", bedankt er sich bei der Community.

Ebenso finden sich auf Twitter viele Screenshots von Airbnb-Usern, die auf diese Weise Geld für die Ukraine spenden möchten. 

Kostenlose Unterbringung für 100.000 Ukrainer

Zuletzt kündigte Airbnb an, für bis zu 100.000 Geflüchtete Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Bei ihrem Ziel, bis zu 100.000 Geflüchteten aus der Ukraine eine kurzfristige Unterbringung zu ermöglichen, wird Airbnb.org eng mit den Regierungen zusammenarbeiten, um den spezifischen Bedürfnissen in jedem Land bestmöglich gerecht zu werden – auch um längerfristiger Aufenthalte zu ermöglichen. Mehr dazu: Airbnb bietet Ukrainern kostenlose Unterbringung an