Warum du die 500 Euro nicht mehr aufs Konto kriegst

Post-Gutschein statt Konto-Cash: Darum kriegen viele Betroffene keine Bonus-Überweisung.
Post-Gutschein statt Konto-Cash: Darum kriegen viele Betroffene keine Bonus-Überweisung.Karl Schöndorfer / picturedesk.com
Tausende Österreicher haben zwar ihre Daten bei FinanzOnline korrekt hinterlegt, bekommen aber beim Klimabonus einen Gutschein statt eine Überweisung.

Immer mehr Leser melden sich bei "Heute" und klagen, dass sie ihren 500-Euro-Klimabonus nicht als Überweisung auf ihr Konto, sondern als Gutschein per Post zugestellt bekommen. Und das, obwohl ihre Daten bei FinanzOnline korrekt und rechtzeitig hinterlegt wurden. Und viele Betroffene zittern nun, ob sie um ihre 500 Euro umfallen, weil sie entweder nicht zu Hause sind und den Klimabonus-Gutschein persönlich entgegennehmen können – oder er Angehörigen trotz Vollmacht nicht ausgehändigt wird, denn diese gilt nur bei der Postzustellung an der Haustür.

Laut Insidern läuft wegen der Gutschein-Causa sowohl im zuständigen Klimaministerium, als auch bei der Post die Hotline heiß. Doch warum gibt es für Tausende FinanzOnline-Nutzer überhaupt Gutscheine statt Konto-Überweisungen? Bei der Klimabonus-Hotline für Fragen bekam "Heute" Antworten, das Gegenüber wollte dabei allerdings anonym bleiben. Was der Insider auspackte: Bei vielen Kontonummern sei es zu Fehlern bei der Datenübertragung gekommen. Deswegen scheiterten Kontoüberweisungen an diese Betroffenen, die nun Gutschein-Post bekommen.

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Rätselraten herrscht indes um die Zukunft des Klimabonus in Österreich. Klar ist nur: Die 500 Euro aus dem September (die spätesten Auszahlungen sollen übrigens Mitte Oktober erfolgen) wird es künftig nicht mehr geben. Der Klimabonus soll aber weiter bestehen – schließlich soll die am 1. Oktober 2022 startende CO2-Bepreisung von 30 Euro pro Tonne CO2, die bis 2025 jährlich um weitere fünf Euro steigt, irgendwie ausgeglichen werden. Detail: Steigen die Energiekosten (zu) stark, soll die jährliche Steigerung "nur" 2,5 Euro ausmachen.

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Der angedachte Klimabonus soll künftig "im Vorhinein" ausbezahlt werden, heißt es da aus dem Klimaschutzministerium. Wann genau, kann aber (noch) nicht gesagt werden. Geplant sei es jedenfalls, wieder zur ursprünglichen Variante zurückzukehren. Die hatte bekanntlich eine regionale Komponente vorgesehen, nach der sich die Höhe der Zahlung richtet. Grundsätzlich wird ein sogenannter "Sockelbetrag" ausbezahlt, über dessen Höhe für 2023 sich die Klimaministerin und der Finanzminister noch einigen müssen. Ursprünglich geplant waren 100 Euro. Je nach Öffi-Anbindung am Wohnort gibt es 0, 33, 66 oder 100 Prozent als Aufschlag, um die Angewiesenheit auf ein Auto zu kompensieren.

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