In zahlreichen Ländern gibt es mittlerweile deutlich mehr junge Männer als Frauen. Prognosen zeigen, dass sich dieser Trend noch weiter fortsetzen wird.
Weltweit werden etwas mehr Jungen als Mädchen geboren. Während weibliche Embryonen eine leicht höhere Überlebensrate während der Schwangerschaft haben, werden deutlich mehr männliche Föten empfangen – daraus entsteht ein leichter Jungenüberschuss.
Wie spiegel.de berichtet, verschärfen geschlechtsselektive Abtreibungen in manchen Regionen das Ungleichgewicht zusätzlich. Besonders in Ostasien ist die Gesamtfruchtbarkeitsrate der Männer deutlich niedriger als die der Frauen.
Die Folgen sind weitreichend: In einigen Ländern finden nicht mehr alle Männer eine Partnerin. Statistisch gibt es mittlerweile weniger Kinder pro Mann als pro Frau.
Den langfristigen Trend hin zu einer maskulinen Bevölkerung gibt es weltweit. Laut den Forschern wird ein Großteil der Weltbevölkerung künftig in Ländern leben, in denen die männlichen Fortpflanzungsraten deutlich unter denen von Frauen liegen.
Nur in Teilen Afrikas ist die Überlebensrate der Männer aufgrund hoher Sterblichkeit und kriegsbedingter Todesraten niedriger. Im Rest der Welt hält die sinkende Sterblichkeit das männlich geprägte Geschlechterverhältnis über das gesamte Leben hinweg aufrecht.