Immer mehr junge Menschen bleiben länger im Elternhaus wohnen. Hohe Mieten, steigende Lebenshaltungskosten und längere Ausbildungszeiten sorgen dafür, dass der Auszug aus dem "Hotel Mama" oft später erfolgt als früher. Neue Zahlen zeigen, wie verbreitet das Zusammenleben mit den Eltern heute noch ist.
Im Jahr 2025 haben rund 26 Prozent der Menschen in österreichischen Privathaushalten mit einem oder beiden Elternteilen zusammengelebt. Das geht aus aktuellen Daten der Statistik Austria hervor. Besonders junge Menschen wohnen häufig noch im Elternhaus, wobei die meisten erst mit Mitte 20 ausziehen.
"Im Jahr 2025 lebten rund 97 Prozent der 15- bis 19-Jährigen bei einem oder beiden Elternteilen, bei den 25- bis 29-Jährigen war es jede bzw. jeder Vierte", erklärte die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk. Auffällig seien vor allem Unterschiede zwischen Männern und Frauen ab dem 30. Lebensjahr. In diesen Altersgruppen wohnen deutlich mehr Männer noch bei den Eltern.
Bei den 20- bis 24-Jährigen lebten im vergangenen Jahr 62,5 Prozent im Elternhaus. 2005 waren es mit 61,9 Prozent ähnlich viele. Während der Anteil bei Männern in diesem Zeitraum von 71,6 auf 67 Prozent zurückging, stieg er bei Frauen von 52,1 auf 57,8 Prozent.
In der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen lebte 2025 nur noch knapp ein Viertel bei den Eltern. Vor 20 Jahren waren es noch etwas mehr: 2005 lag der Anteil bei 26,7 Prozent. Besonders bei Männern ging der Anteil zurück – von 35,9 auf 29,8 Prozent. Bei Frauen blieb er mit 17,4 Prozent weitgehend stabil.
Ab dem 30. Lebensjahr lebt nur noch ein kleiner Teil der Menschen bei den Eltern. Rund zehn Prozent der 30- bis 34-Jährigen wohnen noch im Elternhaus. Insgesamt haben sich die Werte in diesen Altersgruppen in den vergangenen zwei Jahrzehnten kaum verändert. Allerdings ist der Anteil bei Frauen leicht gestiegen, während er bei Männern gesunken ist.
Interessant ist auch der Blick auf ältere Altersgruppen: Ab dem 45. Lebensjahr ist die Zahl jener, die noch bei den Eltern wohnen, in den vergangenen 20 Jahren deutlich gestiegen. 2005 lebten 37.300 Menschen über 44 noch im Elternhaus, 2025 waren es bereits 66.900. Der Anteil stieg damit von 1,1 auf 1,5 Prozent. Besonders bei Männern nahm dieser Wert zu, auch wenn sich die Zahl bei Frauen nahezu verdoppelt hat.