Hunde, Katzen und andere Haustiere spielen im Leben vieler Menschen eine wichtige Rolle. Doch woher kommt diese enge Bindung zwischen Mensch und Tier? Eine neue Studie liefert spannende Antworten.
Forscher der University of Oxford um den Anthropologen Cyril Grueter haben 427 dokumentierte Interaktionen zwischen Primaten und anderen Tierarten ausgewertet. Dabei zeigten sich erstaunliche Parallelen zum menschlichen Verhalten.
Nach Angaben von scinexx.de umfasste die Analyse 88 Primatenarten und 127 Partnerarten – darunter 55 Nichtprimaten wie Hunde, Katzen, Vögel oder Eichhörnchen.
Die Ergebnisse zeigen: Auch andere Primaten pflegen, spielen und kuscheln nicht nur mit Artgenossen. Sie zeigen Neugier, Toleranz und sogar Fürsorge gegenüber Tieren anderer Arten.„Diese Studie zeigt, dass auch viele Primaten bemerkenswerte Neugier, Toleranz und sogar Fürsorge gegenüber Tieren zeigen, die nicht ihrer eigenen Art angehören“, erklärt Cyril Grueter.
Die Forscher betonen: Diese Verhaltensweisen sind keine Haustierhaltung im menschlichen Sinn. Sie könnten aber evolutionäre Bausteine darstellen, aus denen sich die menschliche Tierliebe entwickelt hat. Mensch und Haustiere teilen bereits rund 17.000 Jahre gemeinsamer Geschichte. Die Haustierhaltung ist damit sogar älter als die Sesshaftigkeit.
Ob und wie diese Verhaltensbausteine in der menschlichen Evolution zu dauerhaften Tierbeziehungen beitrugen, müssen weitere Beobachtungen klären.