Katzen markieren ihr Revier mit Urin - das wissen die meisten Tierbesitzer. Doch wie genau die Samtpfoten sich gegenseitig an diesen Duftmarken erkennen, war bisher ein Geheimnis. Ein internationales Forscherteam hat dieses Mysterium nun endlich gelüftet.
Die Wissenschaftler identifizierten 13 spezielle Fettsäure-Verbindungen, sogenannte BFA, die im Katzenurin enthalten sind. Diese chemische Mischung ist bei jedem Tier einzigartig - wie ein Fingerabdruck.
Wie der Spiegel berichtet, bleibt diese individuelle Duft-Signatur bei einzelnen Katzen sehr stabil. Die Tiere können den Geruch bekannter Artgenossen auch nach Monaten noch zuordnen.
Bei der Studie zeigte sich: An Urinmarken von bekannten Katzen rochen die Tiere nur kurz. Bei unbekannten Duftmarken hingegen schnüffelten sie deutlich länger und zeigten häufiger das sogenannte Flehmen - dabei riechen Katzen mit geöffnetem Maul.
Besonders spannend: Die Forscher fanden heraus, dass Katzen die BFA-Verbindungen in speziellen Fettröpfchen in der Nierenrinde speichern. Diese Strukturen sind seit über 100 Jahren bekannt - ihre Funktion war aber bisher rätselhaft. Studienleiter Miyazaki erklärt, dass diese Röpfchen offenbar eine stabile chemische Signatur im Urin unterstützen.