Warum Shoppingcenter trotz Lockdown weiter offen sind

Viele Shoppingcenter bleiben auch während des Lockdowns geöffnet
Viele Shoppingcenter bleiben auch während des Lockdowns geöffnetHERBERT NEUBAUER / picturedesk.com
Der zweite Komplett-Lockdown in Österreich startet am Dienstag. Dennoch dürfen Shoppingcenter weiterhin offen bleiben - das sind die Gründe.

Angesichts der extrem hohen Corona-Zahlen war ein zweiter Lockdown für die österreichische Bundesregierung unvermeidbar. Wie bereits im März soll der Handel bis auf wenige Ausnahmen stillgelegt werden, auch Friseure, Kosmetikstudios und andere Dienstleister müssen zusperren. Doch entgegen ersten Meldungen halten Shoppingcenter weiterhin ihre Türen offen.

Shops für täglichen Bedarf bleiben offen

Entsprechend der Regierungsvorgabe dürfen ab Dienstag nur noch Geschäfte, die Waren für den unverzichtbaren täglichen Bedarf anbieten, also Super- und Drogeriemärkte, Bäckereien, Apotheken und Trafiken offen halten. Auch Telekom- und Postdienstleistungen bleiben im Lockdown verfügbar, ebenso KFZ-Werkstätten und Tierhandlungen (komplette Liste siehe am Beitragsende).

Aus diesem Grund haben auch Shoppingcenter samt all jener Shops, die zur Grundversorgung zählen, weiterhin zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet.

Mit Weihnachtsgeschenken noch warten

“Mit bis zu 100 Prozent Frischluft, ausreichend Desinfektionsspendern und penibler Reinigung können sich unsere Besucherinnen und Besucher bei ihren notwendigen Besorgungen bei uns sicher fühlen", erklärt Huma Eleven-Center-Manager Stephan Kalteis. Damit steht das Einkaufszentrum nicht alleine da. Zahlreiche Shopping-Malls und -Centren haben sich bestmöglich auf die Coronasituation eingestellt.

Dennoch appelliert der stationärer Handel, mit Weihnachtseinkäufen doch bis zum Ende des Lockdowns zu warten. "Jetzt benötigt der stationäre Handel – egal ob in Einkaufsstraßen oder Shopping-Malls – die volle Unterstützung. Ein Abwandern der Weihnachtseinkäufe hin zu internationalen Onlineplattformen, die bei uns kaum Steuern zahlen, würde das Aus von Zigtausenden Arbeitsplätzen in Österreich bedeuten. Da lohnt es sich doch, auf den 7. Dezember zu warten, wenn wieder alle Läden öffnen!", appelliert Gerngross-Manager Gerhard Wohlmacher an die Kunden.

Weiterhin geöffnet bleiben dürfen:

öffentliche Apotheken

Lebensmittelhandel (einschließlich Verkaufsstellen von Lebensmittelproduzenten und bäuerlichen Direktvermarktern)

Drogerien und Drogeriemärkte

Verkauf von Medizinprodukten und Sanitärartikeln, Heilbehelfen und Hilfsmitteln

Gesundheits- und Pflegedienstleistungen

Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen, die von den Ländern im Rahmen der Behindertenhilfe-, Sozialhilfe-, Teilhabe- bzw. Chancengleichheitsgesetze erbracht werden

veterinärmedizinische Dienstleistungen

Verkauf von Tierfutter Verkauf und Wartung von Sicherheits- und Notfallprodukten

Agrarhandel einschließlich Schlachttierversteigerungen sowie der Gartenbaubetrieb und der Landesproduktenhandel mit Saatgut, Futter und Düngemittel

Tankstellen und Stromtankstellen, einschließlich Waschanlagen

Banken

Postdiensteanbieter einschließlich deren Postpartner

Ticketschalter auf Bahnhöfen und in der U-Bahn

Tabakfachgeschäfte und Zeitungskioske

Abfallentsorgungsbetriebe

KFZ- und Fahrradwerkstätten

Auto- und Fahrradverleih

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