Was bewirkt die Zeitumstellung wirklich?

Gestern war es wieder so weit: Die Sommerzeit hat angefangen, und die Uhren wurden um eine Stunde nach vorne gestellt.
Die meisten halten die Umstellung für unnötig, immer wieder gibt es Diskussionen um eine Abschaffung der Regelung. Tatsächlich gibt es einige negative Folgen der Zeitumstellung für Mensch und Tier.

Unsere vierbeinigen Freunde finden den geänderten Rhythmus gar nicht lustig. Kühe brauchen bis zu einer Woche für die Umgewöhnung und geben in dieser Zeit noch dazu weniger Milch. Auch Hunde stört die Regelung: Ihr Futter-Zeitplan wird durcheinander gebracht.

Menschen müssen sich auf ein potenziell geschwächtes Immunsystem gefasst machen – das Risiko für eine Erkrankung steigt wie in einer Stresssituation.

Gereiztheit, Unruhe, Kopfschmerzen und Schlafprobleme sind Symptome, von denen viele Menschen nach der Zeitumstellung berichten. Grund ist die innere Uhr, die im Gegensatz zu der am Armgelenk oder im Handy nicht binnen Sekunden verstellt werden kann.

Seit 1980 dreht Österreich im Frühjahr und Herbst an der Uhr. Ursprünglich ging es um bessere Energienutzung: Abends ist es dadurch eine Stunde länger hell. Geklappt hat das aber Experteneinschätzungen zufolge nicht. Im Sommer machen die Menschen zwar abends seltener das Licht an. Dafür wird im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt, denn die Sonne geht während der Sommerzeit später auf. Damals wie heute hat die Zeitumstellung viele Kritiker.
Besonders große Probleme mit der Zeitumstellung im Frühling haben Menschen, die auch unter der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit leiden. Was im Volksmund meist mit einem Schmunzeln ausgesprochen wird, ist ein gesundheitliches Phänomen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Körper muss Vitamin D produzieren

Auslöser ist die Umstellung des Körpers von der dunklen Winterzeit auf den hellen Frühling und Sommer. Während im Winter durch die geringe Sonneneinwirkung im Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin gebildet wird, muss sich der Körper im Sommer darauf einstellen, das Gute-Laune-Hormon Serotonin und Vitamin D zu produzieren.

Da diese Umstellung nicht einfach auf Knopfdruck passiert, sondern eher in einem stetigen Wechsel zwischen Winter- und Sommer-Hormon, ist diese Phase bis zum endgültigen Zustand für den Menschen mit Stimmungsschwankungen und Abgespanntheit verbunden - der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit. Studien der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit und Prävention ergaben, dass fast jeder zweite Deutsche mit entsprechenden Symptomen zu kämpfen hat.

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Tipps für die Zeitumstellung:



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(red)

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