Ralf Schumacher wirkt derzeit so glücklich wie lange nicht. Gemeinsam mit seinem Partner Étienne genießt der ehemalige Formel-1-Star sein neues Leben auch abseits der Rennstrecke – und bald sollen Fans noch tiefere Einblicke bekommen. Für "Sky" drehen die beiden aktuell eine Serie rund um ihre Beziehung und die geplante Hochzeit. Viele fragen sich bereits, ob darin auch Michaels Schicksal Thema wird. Seit dem schweren Skiunfall von Michael Schumacher im Jahr 2013 hält die Familie den Rekordweltmeister konsequent aus der Öffentlichkeit heraus, Informationen zu seinem Gesundheitszustand sind selten.
Nun spricht Ralf Schumacher im Interview mit dem "Erfolg"-Magazin zumindest offen über die Vergangenheit – und darüber, wie schwierig das Leben an der Seite eines der größten Formel-1-Stars aller Zeiten war. "Ich glaube, auf das, was dann passiert ist, wäre keiner richtig vorbereitet gewesen. Das macht etwas mit einem, wenn man aus seiner Komfortzone herauskommen muss", erklärt der 50-Jährige rückblickend.
Besonders die fehlende Privatsphäre habe ihn damals belastet. "Man hat keine Privatsphäre mehr. Egal, wo du bist, egal, was du tust: Du fühlst dich beobachtet – und vor allem auch beurteilt. Das ist unangenehm", erinnert sich Ralf Schumacher.
Selbst private Treffen mit Freunden seien schnell zur öffentlichen Angelegenheit geworden. "Du kannst nicht mehr zu jemandem sagen: 'Bitte, ich möchte das heute mal nicht. Ich sitze hier im Restaurant mit meinen Freunden.' Dann heißt es gleich: 'Ist er so arrogant, dass er nicht mal aufstehen und ein Foto machen kann?'"
Besonders schwierig sei der ständige Vergleich mit seinem Bruder Michael gewesen. "In meinem Fall war es natürlich ein wenig schwerer, weil ich einen Bruder hatte, der extrem erfolgreich war", sagt der frühere Rennfahrer.
Trotzdem stellt er klar, dass er nie den Wunsch gehabt habe, im Mittelpunkt zu stehen: "Nein, im Gegenteil: Ich wollte immer meine Ruhe haben."