Birnen zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und erleben gerade einen echten Boom. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg zuletzt um rund 17 Prozent und erreichte den höchsten Wert seit neun Jahren. Doch was passiert eigentlich mit dem Körper, wenn man die Früchte täglich isst?
Mit nur 58 Kilokalorien pro 100 Gramm sind Birnen echte Leichtgewichte. Dafür stecken sie voller wertvoller Nährstoffe: B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Besonders wichtig ist dabei, die Schale mitzuessen – denn dort finden sich die meisten Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe.
Wie es bei Utopia heißt, können die in Birnen enthaltenen Flavonoide antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Sie stehen laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Zusammenhang mit einem reduzierten Risiko für bestimmte Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ein großer Vorteil der Birne ist ihr hoher Gehalt an Ballaststoffen, insbesondere Pektin. Das kurbelt die Verdauung an und sorgt für ein langes Sättigungsgefühl. Eine mittlere Birne deckt bereits ein Viertel des täglichen Ballaststoffbedarfs. Durch den geringen Gehalt an Fruchtsäure sind Birnen auch für Menschen mit empfindlichem Magen gut verträglich.
Allerdings gibt es auch Personengruppen, die bei Birnen vorsichtig sein sollten: Menschen mit Fruktoseintoleranz und jene mit empfindlichem Darm. Birnen enthalten nämlich verhältnismäßig viel Fruchtzucker sowie den Zuckeralkohol Sorbitol, der bei empfindlichen Menschen Blähungen oder Durchfall auslösen kann.
Das Fazit: Von September bis Dezember täglich eine Birne zu essen, ist für die meisten Menschen unproblematisch und empfehlenswert – am besten regional und in Bio-Qualität.