Wer im Urlaub einen Wagen mietet, sollte auf einige Gefahren vorbereitet sein. Vor allem bei kleineren, lokalen Mietwagenfirmen könnten Sie in die Kostenfalle tappen. Kilometergeld, Junglenkerzuschlag oder nicht gemeldete Vorschäden können die Urlaubskasse belasten.
Endlich am Zielflughafen angekommen, würde jeder Urlauber gerne schnell das Gepäck im Kofferraum verstauen und dann sofort in Richtung Hotel fahren. Bei der Übernahme des Autos sollten Sie sich aber besser Zeit nehmen. Wenn Sie hier nicht aufpassen, könnte Ihnen die fehlende Aufmerksamkeit später ihre Börse belasten.
Bei großen internationalen Anbieter wie Europcar, Hertz, Sixt oder Avis finden Sie die Mietbedingungen online. Wenn möglich, verschaffen Sie sich am besten noch vor der Reise einen ersten Überblick. Bei kleineren Anbietern besteht diese Möglichkeit vielleicht nicht. In diesem Fall müssen sie die Konditionen vor Ort aushandeln. Unterschreiben Sie jedenfalls einen Vertrag nur, wenn er in ihrer Muttersprache oder einer Sprache verfasst ist, die Sie gut beherrschen.
Vorsicht vor versteckte Kosten
Mit der Grundgebühr für die Automiete ist manchmal nicht alles getan. Manche Anbieter verlangen auch Kilometergeld. Klären Sie außerdem, ob Sie das Auto leer oder vollgetankt zurückbringen müssen. Es kommt vor, dass Firmen anbieten, den Wagen später selbst aufzutanken, was meistens teurer kommt. Lassen Sie sich auch nicht dazu überreden, mehrere zusätzliche Versicherungen abzuschließen.
+++ Beim Mietauto auf die Kostenbremse steigen +++
Junge Lenker sollte sich im Klaren sein, dass die Altersbeschränkung für Mietautos nicht mit dem Führerschein-Mindestalter übereinstimmt. Meistens liegt sie zwischen 21 und 25 Jahren, zudem muss der Mieter den Führerschein mindestens ein Jahr lang besitzen. Jungfahrer dürfen oft Fahrzeuge höherer Kategorie nicht mieten. Manche Anbieter verlangen zudem einen Zuschlag für Jungfahrer.
Rundgang um das Auto
Wenn sie die Autoschlüssel erhalten haben, machen Sie einen Rundgang um das Auto. Jeder Kratzer, jede Delle und jede andere Beschädigung sollte vom Vermieter schriftlich festgehalten werden. Überprüfen Sie den Zustand der Reifen und Felgen sowie des Innenraums. Testen Sie auch Scheinwerfer und Bremsen. Für Vorschäden, die Sie nicht melden, müssen später vielleicht Sie aufkommen. Informieren Sie sich über die Mitführpflichten in ihrem Urlaubsland, in Mietautos fehlt manchmal notwendige Ausrüstung wie Warnwesten oder Pannendreieck.